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Reutlingen

Echaz lief grün an - Polizei gibt Entwarnung

Eine deutliche Grünfärbung der Echaz hat am Dienstagabend einen Einsatz der Polizei, Feuerwehr und des Umweltschutzamts des Landratsamts Reutlingen ausgelöst.

15.04.2009
  • tol

Ein Passant hatte dem Polizeirevier Reutlingen gegen 17.30 Uhr gemeldet, dass an der Kreuzung Lindachstraße/Hindenburgstraße aus einem vom dortigen Neubauvorhaben in die Echaz führenden Regenwasserrohr eine grüne Flüssigkeit in die Echaz fließt. Weil eine Gewässerverunreinigung zu befürchten war, rückte die Feuerwehr mit den aus fünf Fahrzeugen bestehenden Gefahrgutzug und etwa 20 Mann an.

Nach den ersten Ermittlungen der Experten des Umweltschutzamts konnte allerdings Entwarnung gegeben werden. Bei der grünen Flüssigkeit handelte es sich um das für die Umwelt unbedenkliche Färbemittel Uranin, so die Polizei. Es werde üblicherweise stark verdünnt zu Testzwecken in Abwassersysteme eingebracht, um den Verlauf von Rohrleitungen nachvollziehen zu können.

Bei den Bauarbeiten war das Mittel am Dienstag auf dem Dach des Neubaus eingesetzt worden, um dessen Dichtigkeit zu überprüfen. Über einen Regenwasserablauf gelangte die Substanz dann in die Echaz, die sich deshalb grün färbte.

Uranin stellt für Gewässer und Umwelt keine Gefahr dar. Um dennoch eine weitere, unnötige Einfärbung der Echaz zu verhindern, werden momentan Möglichkeiten einer anderweitigen Entsorgung der auf dem Dach gestauten Reste der Flüssigkeit geprüft.

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15.04.2009, 12:00 Uhr
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