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Musik

EU-Justiz stärkt Urheber

Der 20 Jahre alt Sampling-Streit zwischen Kraftwerk und Moses Pelham geht in die nächste Runde.

13.12.2018

Von DPA

Luxemburg. Im jahrzehntelangen Sampling-Streit zwischen den Elektropop-Pionieren Kraftwerk sowie dem Komponisten und Produzenten Moses Pelham hat ein wichtiger EU-Gutachter die Urheber-Position gestärkt. Die Kopie und der Gebrauch von Teilen eines Tonträgers in einem anderen Lied (Sampling) sei ein Eingriff in die Rechte des Herstellers und ohne dessen Erlaubnis zu verbieten. Das befand der Generalanwalt am Europäischen Gerichtshof, Maciej Szpunar, gestern in Luxemburg.

Der Streit läuft vor deutschen Gerichten schon seit etwa 20 Jahren durch alle Instanzen. Es geht um den Kraftwerk-Titel „Metall auf Metall“ von 1977. Pelham hatte 1997 eine Zwei-Sekunden-Sequenz ohne Erlaubnis benutzt und in Endlosschleife unter den Song „Nur mir“ der Rapperin Sabrina Setlur gelegt. Kraftwerk-Mitbegründer Ralf Hütter verklagte Pelham daraufhin.

2016 hatte das Bundesverfassungsgericht die Kunstfreiheit gestärkt und das vom Bundesgerichtshof verhängte Verbot des Setlur-Songs gekippt. Die BGH-Richter verwiesen den Fall nach Luxemburg. Für die Musikbranche hat der Streit grundsätzliche Bedeutung: Sampling ist in HipHop ein gängiges Stilmittel.

Nach Ansicht Szpunars müssen Rechteinhaber vor dem Sampling immer um Erlaubnis gebeten werden. Dies verstoße nicht gegen die in der Charta der EU-Grundrechte verankerte Freiheit der Kunst. Ein Urteil dürfte 2019 fallen. dpa

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Erstellt:
13. Dezember 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
13. Dezember 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2018, 06:00 Uhr

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