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Energie

ENBW rutscht tief in die Verlustzone

Dem Konzern machen die atomaren Altlasten zu schaffen. Der Umbau trage aber Früchte, sagt der Vorstandschef.

29.03.2017
  • DPA

Stuttgart. Energiekonzern ENBW ist wegen niedriger Strompreise und Belastungen aus dem Pakt zur Entsorgung der atomaren Altlasten tief in die Verlustzone gerutscht. 2016 lag der Jahresfehlbetrag bei fast 1,8 Mrd. EUR, teilte das Karlsruher Unternehmen bei der Bilanzpressekonferenz mit. Im Vorjahr hatte es hauptsächlich wegen des Verkaufs von Wertpapieren noch einen Gewinn von gut 158 Mio. EUR gegeben.

Der Umsatz sank vergangenes Jahr um 8,5 Prozent auf 19,37 Mrd. EUR. Der Pakt zur Entsorgung der atomaren Altlasten habe das Konzernergebnis mit 2,4 Mrd. EUR belastet. Der hohe Risikoaufschlag bringe das Unternehmen in der aktuellen Situation an die Grenze der Leistungsfähigkeit, sagte Vorstandschef Frank Mastiaux. Das Eigenkapital sank von 5,1 auf 3,2 Mrd. EUR, die Eigenkapitalquote ging von 13,4 auf 8,3 Prozent zurück. „Das ist nichts, womit wir zufrieden sein können“, sagte Finanzvorstand Thomas Kusterer. Er sehe aber im Moment keinen Bedarf für eine Kapitalerhöhung. Die Nettoschulden des Unternehmens wuchsen von rund 6,7 auf etwa 10 Mrd. EUR.

Für 2016 will ENBW keine Dividende zahlen. Außerdem sollen die mehr als 20 000 Mitarbeiter für die nächsten Jahre auf 6,3 Prozent ihres Einkommens verzichten und damit einen Beitrag zur Konsolidierung leisten. Im laufenden Jahr will das Unternehmen die seit Jahren rückläufige Entwicklung beim operativen Ergebnis stoppen. Im Bereich Handel und Erzeugung ging das Ergebnis um mehr als die Hälfte zurück, bei den Netzen legte ENBW um ein gutes Drittel zu. Veränderungen bei Vertrieb und Erneuerbaren Energien fielen indes prozentual gesehen nur gering aus.

Mastiaux gab einen optimistischen Ausblick: „Der Umbau trägt zunehmend Früchte, sowohl auf der Effizienz- als auch auf der Wachstumsseite.“ Bis 2020 sollen die Bereiche Erneuerbare Energien, Vertrieb und Netze deutlich wachsen. Bei Erzeugung und Handel erwartet Mastiaux dagegen einen Rückgang um 80 Prozent im Vergleich zu 2012.

ENBW unternimmt große Anstrengungen, die Energieerzeugung auf erneuerbare Quellen zu verlagern. Seit 2014 wurden mehrere konventionelle Kraftwerksblöcke zur Stilllegung angemeldet. Gleichzeitig wuchs die Leistung der Windenergieanlagen an Land auf 336 Megawatt. Der Bau weiterer Anlagen in diesem Jahr sei genehmigt. dpa

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29.03.2017, 06:00 Uhr
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