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Berlin

EEG-Umlage steigt auf Rekordniveau

Die Ökostrom-Umlage, die alle Stromkunden für die Energiewende bezahlen müssen, steigt im kommenden Jahr auf ein Rekordniveau. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wird die EEG-Umlage von derzeit 6,170 Cent auf 6,354 Cent pro Kilowattstunde angehoben.

15.10.2015
  • DPA

Berlin Für einen durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden Strom bedeutet das rechnerisch netto 6,44 EUR pro Jahr mehr. Mit Mehrwertsteuer wären es rund 7,70 EUR. Wie sich die Strompreise tatsächlich entwickeln, hängt von mehreren Faktoren ab. Die Umlage macht etwa ein Viertel aus. Im Vorjahr war sie noch erstmals gesunken. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte zu seinem Amtsantritt als Ziel ausgegeben, die Kostendynamik bei der Energiewende brechen zu wollen.

Gründe für den neuen Höchststand, der am heutigen Donnerstag offiziell von den Netzbetreibern bekanntgegeben wird, sind die hohe Stromproduktion aus Wind (an Land und auf See) und aus Photovoltaik-Anlagen, sowie der stark gesunkene Börsenstrompreis.

Die Differenz zum Preis an der Börse gleicht die Umlage aus, die Betreiber von Ökostrom-Anlagen auf 20 Jahre garantiert erhalten. Sinkt der Börsenpreis, steigt automatisch die Umlage. Experten kritisieren, dass die Stromkonzerne rückläufige Börsenstrompreise nicht voll an ihre Kunden weiterreichen.

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15.10.2015, 12:00 Uhr
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