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Durch Zuzug mehr Geburten
Stuttgart verjüngt sich, auch durch die steigende Zahl der Studenten von auswärts. Foto: Regenscheit
Einwohnerentwicklung

Durch Zuzug mehr Geburten

Die Zuwanderung verjüngt Stuttgart. Seit 2004 kommen in der Stadt mehr Menschen auf die Welt als sterben.

16.11.2017
  • RAIMUND WEIBLE

Stuttgart. Der konstant anhaltende Zuzug von hauptsächlich jüngeren Menschen wirkt sich auf den Geburtensaldo der Landeshauptstadt aus. Seit Jahren ist die Zahl der Geburten in Stuttgart höher als die Quote der Sterbefälle. 2016 erreichte der Geburtenüberschuss – die Differenz zwischen der Summe der Geborenen- und der Gestorbene – einen neuen Höhepunkt. Die Statistiker zählten 6969 Lebendgeborene und 5378 Todesfälle. Somit liegt der Saldo bei 1591 und damit um 661 über dem Wert von 2015.

Die positive Entwicklung kam ab 2004 in Gang. Noch 2003 war der Saldo negativ. Die Zahl der Todesfälle lag um 214 höher als die der Geburten. Ein Jahr später registrierte das Statistische Landesamt ein Plus von 364. Und so ging es weiter. Zwar gab es immer wieder leichte Rückschläge, doch die Bilanz blieb stets positiv. Erstmals erreichte der Saldo 2014 mit 1124 die Tausender-Grenze.

Werner Brachat-Schwarz vom Statistischen Landesamt führt das zunehmende Geburtenplus in Stuttgart nicht darauf zurück, dass die Stuttgarter Frauen eine höhere Geburtenrate haben. Die Zahl der Kinder pro Frau habe sich nicht erhöht, die Geburtenrate zählt nach seinen Angaben landesweit zu den niedrigsten.

Vielmehr hat sich die enorme Zuwanderung ausgewirkt. Die Demoskopen beobachten, dass etwa seit der Jahrtausendwende die Großstädte, und damit auch Stuttgart, vor allem für jüngere Erwachsene erheblich attraktiver geworden sind und Einwohner durch Zuzug hinzugewonnen haben. Brachat-Schwarz: „Das hat sich total gewandelt.“ Für diesen Prozess prägen die Soziologen den Begriff Reurbanisierung. In den Jahrzehnten zuvor waren die Menschen noch eher aus den Zentren in die ländlichen Gebiete gezogen – das nennen die Fachleute Suburbanisierung.

Die Zuziehenden sind in der Regel jünger als die einheimische Bevölkerung. Das führte laut Brachat-Schwarz dazu, dass die Alterung der Bevölkerung in den Zentren langsamer als in den ländlichen Gebieten verlaufen ist. Noch 1995 lag das Durchschnittsalter der Bevölkerung in Stuttgart über dem Landesdurchschnitt, 2015 war dagegen die Bevölkerung jünger als im Landesdurchschnitt. „Früher war Stuttgart mit die älteste Gemeinde im Land, inzwischen zählt sie zu den Kreisen mit den jüngsten Einwohnern“, sagt Brachat-Schwarz.

In Zahlen ausgedrückt: 1995 lag das Durchschnittsalter der Bevölkerung in Stuttgart bei 41,2 Jahren. Nur in Karlsruhe (41,5 Jahre) und Baden-Baden (44,4) war die Einwohnerschaft älter. 20 Jahre später ist das Durchschnittsalter in Stuttgart zwar um 0,6 auf 41,8 gestiegen. Doch da allgemein die Bevölkerung im Land erheblich älter geworden ist, nimmt Stuttgart in der Tabelle der Städte mit der jüngsten Bevölkerung inzwischen den fünften Platz im Lande ein.

Übertroffen wird Stuttgart nur von Ulm, dem Landkreis Tübingen sowie den Stadtkreisen Heidelberg und Freiburg.

„Wir sind eine lebenswerte Stadt – und das zieht junge Menschen an“, kommentierte Rathaus-Sprecherin Jana Steinbeck die neuen statistischen Zahlen. Es sei erfreulich, dass sich diese Menschen dann dazu entschlössen, in Stuttgart eine Familie zu gründen. Dass sich immer mehr Stuttgarter für Kinder entscheiden, nannte Steinbeck eine Auszeichnung und einen Ansporn der städtischen Bemühungen um ein kinderfreundliches Stuttgart.

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16.11.2017, 06:00 Uhr
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