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VfB Stuttgart

Duell der Enttäuschten

Nach fünf Niederlagen aus sieben Spielen steht der Fußball-Zweitligist mächtig unter Druck. Am Montag im Heimspiel gegen den kriselnden 1. FC Nürnberg zählt nur ein Sieg.

09.12.2019

Von CARSTEN MUTH

Daniel Didavi steht dem VfB Stuttgart nach überstandener Waden-Verletzung wieder zur Verfügung. Ob er aber gegen Nürnberg tatsächlich zum Einsatz kommt, ist offen. Foto: Tom Weller

Stuttgart. Die Probleme des VfB Stuttgart hätte man wohl gerne beim 1. FC Nürnberg. Der Club steht mit gerade einmal 15 Punkten auf dem drittletzten Platz, hat kürzlich seinen Trainer entlassen und kämpft gegen den sportlichen Gau: den Absturz in die dritte Liga. In Stuttgart machen sich die Verantwortlichen derweil Gedanken darüber, wie sie denn die Lücke zu Spitzenreiter Arminia Bielefeld schließen können. Auf Platz vier ist der ambitionierte VfB an diesem Wochenende abgerutscht. Man steht nun hinter Bielefeld, dem Hamburger SV und sogar hinter Underdog 1. FC Heidenheim. Der FCH hat sich mit dem überraschenden Last-Minute-2:1 beim HSV vorläufig auf Aufstiegs-Relegationsplatz drei katapultiert.

Dem letzten Heimspiel des VfB in diesem Jahr am Montag (20.30 Uhr/Sky) gegen den 1. FC Nürnberg kommt vor diesem Hintergrund eine besondere Bedeutung zu. Es ist das Duell der Enttäuschten. Die Nürnberger taumeln scheinbar unaufhaltsam dem nächsten Abstieg entgegen. Brisant: Mit Jens Keller steht inzwischen ein ehemaliger VfB-Coach an der Seitenlinie. Doch in Kellers erstem Spiel als Club-Trainer setzte es in der vergangenen Woche eine bittere 0:2-Pleite zuhause gegen Vorletzten SV Wehen-Wiesbaden.

Beim VfB sieht die jüngste Bilanz nicht viel besser aus. Schließlich gab es in den vergangenen sieben Ligaspielen satte fünf Niederlagen. Der Druck auf die Verantwortlichen wächst merklich, die Unruhe im Klub langsam, aber sicher auch. Schließlich sind der Aufstieg und die damit verbundene Rückkehr in die Fußball-Bundesliga für den teuren wie hochveranlagten Kader ein Muss. Intern sollen in der vergangenen Woche nach dem 1:2 in Sandhausen deutliche Worte gefallen, Trainer Tim Walter mit Sportdirektor Sven Mislintat und Vorstand Thomas Hitzlsperger aneinandergeraten sein.

In den Gesprächen dürfte es unter anderem um die mangelnde Effizient im VfB-Spiel gegangen sein. Jedenfalls sagte Sven Mislintat unmissverständlich: „Wir können nicht nur immer davon reden, viel den Ball zu haben, sondern wir müssen auch die nötigen Ergebnisse erzielen.“

Gegner Nürnberg zählt mit 29 Gegentoren zu den abwehrschwächsten Teams. Das sollte der gut besetzten Offensive des VfB eigentlich entgegen kommen. Aber nur eigentlich. Denn die Chancenverwertung lässt nach wie vor sehr zu wünschen übrig: Beim der Niederlage in Sandhausen traf Mario Gomez zwar dreimal, stand aber dabei nach Ansicht des Videoschiedsrichters dreimal knapp im Abseits.

Kapitän Marc-Oliver Kempf ist weiter gesperrt. Was den Stuttgartern Hoffnung macht: Daniel Didavi steht für die wichtige Partie gegen den Club wieder zur Verfügung. „Von der Waden-Verletzung ist nichts übrig geblieben. Auch für meine Sehne, mit der ich letztes Jahr viele Probleme hatte, war es gut. Ich bin komplett schmerzfrei“, sagte der im VfB-Spiel zuletzt schmerzlich vermisste Mittelfeldspieler.

Didavi ist eine ernsthafte Option für das Nürnberg-Match, bestätigte VfB-Coach Walter am Wochenende. Er weiß, dass gegen Nürnberg nur ein Sieg zählt und betont: „Wir wollen aufsteigen, wir wollen oben stehen, und ich glaube, dass das ein positiver Druck ist.“ mit dpa

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Erstellt:
9. Dezember 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
9. Dezember 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 9. Dezember 2019, 06:00 Uhr

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