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Drogenkrieg in Mexikos Badeorten
Polizisten patrouillieren in Cancún am Strand. Foto: Juan Novelo
Tourismus

Drogenkrieg in Mexikos Badeorten

Massengräber in Los Cabos, Schießereien in Cancún: Die Gewalt der Banden erreicht jetzt auch die Urlaubsparadiese.

29.09.2017
  • DPA

Mexiko-Stadt. Es ist ein ruhiger Sonntagnachmittag, als sich der mexikanische Pazifikstrand Palmilla bei Los Cabos in eine Todeszone verwandelt. Bewaffnete eröffnen das Feuer, Schüsse zerreißen die Idylle, Badegäste laufen in Panik davon – am Ende liegen drei Männer tot im Sand.

Brutale Gewaltkriminalität ist in Mexiko seit langem traurige Realität. 2016 wurden dort mehr als 20 000 Menschen getötet. Verbrechersyndikate wie das Sinaloa-Kartell, Los Zetas und Jalisco Nueva Generación führen einen blutigen Krieg um Einflussgebiete und Geschäftsfelder.

Neu ist, dass die Gewalt auch die bislang als relativ sicher geltenden Urlaubsregionen wie Los Cabos, Cancún und Playa del Carmen erreicht. In einer Reisewarnung für Mexiko äußerte sich das US-Außenministerium zuletzt besorgt über die Situation in den Bundesstaaten Baja California Sur (Los Cabos) und Quintana Roo (Cancún). „Es kommt zu Schießereien, bei denen Unbeteiligte verletzt oder getötet werden.“

Am Wochenende haben Angreifer zwei Kriminalpolizisten außer Dienst und deren Sohn auf einem Parkplatz in Cancún erschossen. Im Januar und im Juni lieferten sich Bandenmitglieder und Polizisten in dem Badeort an der Karibikküste heftige Schießereien. Jüngst wurde ein Koffer mit Leichenteilen entdeckt. Im nahe gelegenen Playa del Carmen kamen bei einem Angriff auf ein Techno-Festival fünf Menschen ums Leben, darunter vier Ausländer. In Los Cabos wurde ein Massengrab mit 20 Toten entdeckt.

„Wir können es nicht abstreiten. Wir wissen, dass an einigen Orten die Unsicherheit zugenommen hat. Das bereitet uns Sorge“, räumt der mexikanische Tourismusminister Enrique de la Madrid ein. Mit 2237 Tötungsdelikten war Juni der blutigste Monat seit Beginn der offiziellen Erhebung vor 20 Jahren. Auch in den touristisch wichtigen Bundesstaaten Baja California Sur und Quintana Roo haben die Mordzahlen kräftig zugelegt.

De la Madrid hofft, dass die schlechten Nachrichten sich nicht in sinkenden Urlauberzahlen niederschlagen. „Aber das Risiko besteht natürlich“, sagte er. „Wir werden das sehr genau beobachten.“ dpa

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29.09.2017, 06:00 Uhr
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