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Das Johanneum soll auf seinem Parkgelände zusätzliche Gebäude bekommen

Dreimal Kubus zwischen alten Bäumen

Das Johanneum in seinem Park zwischen Bruns-, Perthes- und Sigwartstraße soll um drei Gebäude erweitert werden. Der Siegerentwurf aus dem Architektenwettbewerb wurde am Dienstag im Wilhelmsstift vorgestellt.

16.07.2009

Von DOROTHEE HERMANN

<strong>Tübingen.</strong> Das Johanneum ist dem katholischen Wilhelmsstift angegliedert und beherbergt derzeit ein Wohnheim für katholische Theologiestudenten sowie das Theologische Mentorat. Weil das Ambrosianum ? das einjährige theologische Vorbereitungsstudium ? von Ehingen nach Tübingen verlagert wird, benötigt das Johanneum mehr Räume. Von September an werden die Ambrosianer zunächst im Wilhelmsstift untergebracht. Künftig sollen sie im erweiterten Johanneum wohnen und lernen ? vor allem Latein, Griechisch und Hebräisch und weitere Fächer, die auf das Theologiestudium oder einen kirchlichen Beruf vorbereiten, sagte Clemens Stroppel, Generalvikar der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Der Siegerentwurf des Stuttgarter Architekturbüros Patzner sieht drei neue Gebäude auf dem parkähnlichen Grundstück um die denkmalgeschützte Villa Bruns vor: Das fünfgeschossige Wohnheim wird im Grundstücksbereich Goethestraße /obere Perthesstraße errichtet. Laut Entwurf ist der nahezu würfelförmige Bau 16 Meter lang, 14 Meter breit und 14,35 Meter hoch. Jeweils sechs Zimmer werden zu einer Wohngruppe zusammengefasst. Dort teilen sich jeweils zwei Studierende Bad und Abstellraum. Zwei der Wohngruppen bieten ein barrierefreies Zimmer samt Nasszelle.

Das dreistöckige Unterrichts-Gebäude wird 16,4 Meter lang, rund 14 Meter breit und 11,6 Meter hoch. Es soll die Ecke Brunsstraße / untere Perthesstraße einnehmen. Zur Brunsstraße hin sind drei Etagen bis hinab zum Gartengeschoss sichtbar. Von der deutlich höher gelegenen Villa aus blickt man nur auf zwei Etagen.

Auch die neue Kapelle ? laut Entwurf zur Sigwartstraße hin im Park gelegen ? ist ein Kubus. Sie wird 10,5 Meter lang, 9 Meter breit und fünf Meter hoch. „Zu ausgelagert und isoliert?, befand der Denkmalschutz. Die Kapelle soll als „spirituelle Anlaufstelle? innerhalb des Uni-Campus dienen und nicht allein für Theologiestudenten zur Verfügung stehen, sagte Stroppel. Er rechnet mit einem Baubeginn Ende 2010.

An der Villa werden nachträgliche Einbauten entfernt. Das historische Gebäude soll künftig die Verwaltung und zwei Wohnungen ? beispielsweise für den Rektor ? aufnehmen. Der derzeitige Zugang über das Untergeschoss soll durch einen repräsentativen Eingang ersetzt werden. Er ist zu erreichen über einen quadratischen „Platz der Gemeinschaft?, der die Villa mit dem Wohnheim und dem Seminargebäude verbindet.

Der langgestreckte, L-förmige Anbau aus den 50er Jahren muss weichen, die derzeitige Garage ebenfalls. Stattdessen soll eine Tiefgarage Stellplätze für etwa 16 Autos bieten. Die Ausfahrt mündet in die obere Perthesstraße. Die das Grundstück nach allen Seiten umgebende Mauer bleibt bestehen.

Laut Preisgericht fügt der Siegerentwurf „die neuen Strukturen behutsam in den vorhandenen Bestand und verleiht dem Ort zugleich Identität und ein neues städtebauliches Gewicht?. Auch der Denkmalschutz war meist zufrieden: „Die Neubauten schreiben das Konzept der Villa im Park fort und berücksichtigen in besonderer Weise die Topographie des Geländes.? Auch „die historische Struktur des Parks? sei „weitestgehend berücksichtigt?. Für das Wohnheim empfiehlt Denkmalpflegerin Beata Hertlein vom Regierungspräsidium Tübingen allerdings eine Reduzierung um ein Geschoss.

Im Entwurf harmonisch, gebaut nach den geplanten Abmessungen vermutlich etwas massiver: Die künftigen drei Erweiterungsgebäude des Johanneums im Holzmodell – Kapelle (links), Wohnheim (oben), Seminargebäude. Bild: Faden

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Erstellt:
16. Juli 2009, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
16. Juli 2009, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 16. Juli 2009, 12:00 Uhr

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