Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Bad Wildbad

Drei gerissene Schafe nähren Wolf-Diskussion

Erneut steht ein Wolf im Verdacht, Schafe im Südwesten gerissen zu haben.

29.11.2017
  • dpa/lsw

Bad Wildbad. «Den Wolfsverdacht gibt es», bestätigte am Mittwoch ein Sprecher des baden-württembergischen Umweltministeriums Medienberichte. Bei Bad Wildbad (Kreis Calw) hatte am Sonntag ein mutmaßlich «hundeartiges Tier» drei Schafe getötet. Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg untersucht derzeit die Kadaver.

«Die Untersuchungen, ob es sich bei dem Verursacher um einen Hund oder um einen Wolf handelt, dauern noch an. Es ist beides möglich», betonte ein Sprecher der Behörde. In etwa zwei Wochen sollen die Ergebnisse der DNA-Untersuchung vorliegen. Sie sollen Aufschluss über den Angreifer geben.

Nach der wiederholten Attacke auf Schafe im Südwesten wächst indessen die Besorgnis bei Landwirten und Weidetierhaltern. «Wir nehmen das sehr ernst und beobachten das mit Spannung», sagte eine Sprecherin des Agrarministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Ein Wolf könnte insbesondere für Wanderschäfer problematisch sein, deren Tiere steile Lagen im Schwarzwald oder auf der Schwäbischen Alb beweiden - und deren Herden kaum durch Zäune geschützt werden können.

Bei einem Wolf-Symposium im kommenden Frühjahr will das Land Experten zum Thema hören und Erfahrungen mit anderen Ländern austauschen. «Es ist wichtig, dass man eine Lösung findet, die Weide- und andere Nutztiere nicht gefährdet», betonte die Ministeriumssprecherin. Denn nicht nur Schafe, auch Rinder und Pferde stehen auf den Weiden.

Die Wolf-Diskussion ist erneut entflammt, seitdem am 7. Oktober ein Wolf in Widdern (Landkreis Heilbronn) drei Lämmer gerissen hatte. Selbst im baden-württembergischen Landtag war der Wolf und der Umgang mit ihm ein Thema. Während Naturschützer seine Rückkehr zumeist begrüßen, sind andere skeptisch. So plädieren CDU, FDP, AfD dafür, dass das streng geschützte Raubtier - wie der Luchs - in das Jagd- und Wildtiermanagementgesetz aufgenommen wird, die Grünen sind dagegen.

Im Südwesten war der Wolf im 19. Jahrhundert ausgerottet worden. In letzter Zeit wurden aber wieder vereinzelt Wölfe gesichtet. Für Aufsehen sorgte ein Wolf, der am 8. Juli erschossen im Schluchsee gefunden wurde. Die Untersuchungen dazu dauern an.

Bei der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg gehen immer mehr Berichte über Wölfe ein. Allein im Oktober wurden der Behörde 26 angebliche Wolfssichtungen gemeldet. Allerdings gelang nur beim Fall der gerissenen Lämmer ein sicherer Nachweis, dass ein Wolf am Werk war. Zwölf Meldungen konnten nicht verifiziert werden. Bei weiteren acht Fällen konnte ein Wolf sicher ausgeschlossen werden «Oft werden Wölfe mit wolfsähnlichen Hunden verwechselt», meinte ein Sprecher. Vor allem in Brandenburg, Sachsen und Niedersachsen sind die Tiere inzwischen wieder in größerer Zahl heimisch.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

29.11.2017, 13:52 Uhr | geändert: 29.11.2017, 17:20 Uhr
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden

Newsletter-bestellen

· Samstags verschicken wir die News der Woche, unser Klassiker: Die wichtigsten Themen und Geschichten direkt im E-Mail-Postfach. So bleiben Sie auch in der Ferne immer informiert, was in und rund um Tübingen passiert.
· Werktags versenden wir um 9 Uhr die News am Morgen mit den wichtigsten aktuellen Nachrichten.
· Sonntagabend kommt unser Sport-Newsletter mit den wichtigsten Lokalsport-Berichten und Ergebnissen vom Wochenende.

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder sich neu als Benutzer registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter (nur falls Sie weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese) verwendet. Ihre Daten werden nicht an andere Unternehmen weitergegeben.
Nachrichten via Messenger
Die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region liefern wir Ihnen auch per WhatsApp & Co. aufs Smartphone. Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp bitte mit einem entsprechenden Mobilgerät.
Heute meistgelesenNeueste Artikel

Nachrichten aus ...
Reutlingen Wannweil Pliezhausen Walddorfh�slach Ammerbuch T?bingen Dettenhausen Kirchentellinsfurt Kusterdingen Gomaringen Dusslingen Ofterdingen Mössingen Nehren Bodelshausen Hirrlingen Neustetten Rottenburg Starzach Horb
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesen
Wirtschaft im Profil
Neueste Artikel
Anzeige

Themen-Dossiers

Themen-Dossiers
Single des Tages
date-click
Das Tagblatt als E-Paper

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular