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Ausstellung

Drei Parks, Blumen-Meere und ein See

In Lahr im Ortenaukreis wird am Donnerstag die 27. Landesgartenschau eröffnet. Sie ist mit 38 Hektar Fläche und 58 Millionen Euro Baukosten eine der größten, die es bisher gab.

07.04.2018

Von PETRA WALHEIM

Im Beet der Korbmacher auf der Via Ceramica. Sie ist Teil der Landesgartenschau in Lahr. Foto: Petra Walheim

Lahr. Ulrike Karl freut sich. Sie freut sich darauf, dass es am Donnerstag endlich los geht mit der Landesgartenschau in Lahr (Ortenaukreis). Ganz besonders fiebert die Geschäftsführerin der Landesgartenschau GmbH aber dem Harfenkonzert im Mai entgegen, bei dem 40 Harfenspielerinnen und -spieler auftreten. Am 1. September rockt das Ortenauer Rock Symphonie Orchestra mit über 200 Akteuren die Bühne am See, und jeden Montag wird im „grünen Trauzimmer“ ein Buch vorgestellt und daraus vorgelesen. Diese drei Punkte hat Ulrike Karl genannt, als sie gefragt wurde, worauf sie sich besonders freut.

Die sind aber nur ein Bruchteil der mehr als 3000 Einzelveranstaltungen, die während der Landesgartenschau (LGS) vom 12. April bis 14. Oktober in Lahr stattfinden. Die drei Parks mit ihren vielen Blumenschauen, die Einzelbeete mit wechselnder Bepflanzung, die Klein- und Schaugärten, die Präsentationen des Forsts, die römische Lindenallee, der See, sie sind immer da.

Dabei hat jeder Park ein eigenes Thema: Im „bewegten Bürgerpark“, wie Ulrike Karl ihn nennt, stehen Sport, Spiel, Bewegung und Begegnung im Mittelpunkt. Dort gibt es unter anderem einen großen Spielplatz und das Zelt für die Haupt-Gastronomie. Die für 19 Millionen Euro gebaute Sporthalle dient während der Ausstellung als Blumenhalle. Darin werden in 13 wechselnden Ausstellungen floristische Kunstwerke und handwerkliches Können zu Themen präsentiert, die das Leben bietet: Liebesgeflüster, Rosenblütenzauber, aber auch die Römer, Gallier und Alemannen werden dargestellt.

Die Römer sind ohnehin sehr präsent in Lahr. Bei Ausgrabungen wurden zivile Siedlungen gefunden, die belegen, dass dort, wo heute Lahr ist, schon vor 2000 Jahren Menschen gelebt haben. Um daran zu erinnern, wurde eine Via Ceramica mit einer Lindenallee angelegt. Die ist so angeordnet, dass immer acht Bäume ein Rechteck bilden. Sobald sie ausgeschlagen haben, werden die Kronen rechteckig geschnitten. „Sie stehen so wie vor 2000 Jahren die Streifenhäuser der Römer“, sagt Tobias de Haën, der ebenfalls Geschäftsführer der Landesgartenschau GmbH ist. Eines dieser Streifenhäuser wurde für 400 000 Euro nachgebaut. „Damit die Besucher sehen, wie die Häuser ausgesehen haben“, sagt Ulrike Karl.

Naherholung, Naturschutz und Naturerlebnis stehen im Mittelpunkt des Seeparks. Sein Herzstück ist ein See, der eigens für die Schau angelegt wurde und nach der Ausstellung teilweise als Badesee genutzt wird. Am Ufer steht das Haus am See und die größte Bühne der LGS. Darauf werden die großen Veranstaltungen präsentiert, und dort findet am Donnerstag auch die Eröffnung statt. Es ist die einzige Bühne, bei der auch die Zuschauer ein Dach über dem Kopf haben.

Besucher, die das Gelände über den Haupteingang betreten, finden sich als erstes im Kleingarten-Park wieder. Der ist fünf Hektar groß und beherbergt elf „Lahrer Schaugärten“, gebaut von Landschaftsgärtnern aus der Region. Auch die Kleingärten werden die LGS überdauern. Vom Kleingarten-Park führt der Rundgang in Richtung Bürgerpark. Über die Ortenau-Brücke, die die B415 überspannt, gelangen die Gäste in den Seepark.

Auch diese Brücke, die an Stahlseilen befestigt an einem über 50 Meter hohen Pylon schwebt, wurde eigens für die Schau gebaut. Der Ortenaukreis hat sich für 200 000 Euro das Namensrecht für die Brücke gesichert.

Sie rechneten mit mindestens 800 000 Besuchern, sagt Lahrs Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller. „Es werden mehr“, sagen die zwei LGS-Geschäftsführer. „Denn auch diese Landesgartenschau ist einzigartig.“

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Erstellt:
7. April 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
7. April 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 7. April 2018, 06:00 Uhr

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