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Baden-Württemberg feiert in Berlin

Drehbuchpreis des Landes geht an Chris Kraus für sein Projekt "Die Blumen von gestern"

"Ein deutscher Holocaust­-Forscher mit hochaggressiven Verhaltensstörungen wird von seiner französischen Kollegin mit Sex, Wahrheit und Jiu-Jitsu zurück ins Leben geholt." Könnte das ein Film werden, den man sehen will?

15.02.2013
  • SWP

Ja, befand die Jury des Thomas-Strittmatter-Preises und verlieh ihn in der baden-Württembergischen Landesvertretung in Berlin an Chris Kraus für sein Drehbuch "Die Blumen von gestern". Der mit 25 000 Euro dotierte Drehbuchpreis wurde zum 15. Mal von der MFG Filmförderung Baden-Württemberg vergeben - auch Kraus hat ihn schon einmal erhalten, 2004 für "Vier Minuten".

Die Tragikomödie "Die Blumen von gestern" will Kraus nun in Stuttgart und Ludwigsburg realisieren. Die Auszeichnung freute ihn als unterstützendes "Zeichen für ein so schwieriges Projekt". In ihrer Laudatio lobte Jurorin und Regisseurin Aelrun Goette, Kraus habe "ein wildes, radikales Buch mit tollkühnen Figuren und wagemutigen Dialogen geschrieben". Davon konnten sich die Gäste dank einer sehr plastischen Lesung von Rainer Bock überzeugen.

Bei Kässpätzle, Braten und Maultaschen feierte die MFG wieder einmal auf der Berlinale. Geschäftsführerin Gabriele Röthemeyer - zum letzten Mal in dieser Position Gastgeberin der Preisverleihung - betonte, es gehe um Verlässlichkeit und Treue zu den Drehbuchautoren. Kulturstaatssekretär Jürgen Walter betrieb Werbung für Stuttgart und Umgebung als Drehort und fürs Kino als Ort gemeinschaftlichen Filmerlebens. Und das deutsche Fernsehen müsse guten Autoren und Stoffen mehr Chancen bieten , "besonders zu vernünftigen Sendezeiten".

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15.02.2013, 12:00 Uhr
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