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EZB

Draghi denkt an noch lockerere Geldpolitik

Die Europäische Zentralbank lässt den Leitzins unverändert. Aber sie deutet gleichzeitig an, die lockere Geldpolitik noch auszuweiten.

23.10.2015
  • ROLF OBERTREIS

Malta/Frankfurt Mario Draghi und der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) halten sich die Möglichkeit offen, das Anleiheprogramm zur Ankurbelung der Wirtschaft über den September 2016 hinaus auszudehnen und auszuweiten. Der EZB-Präsident sagte gestern nach der Ratssitzung auf Malta: "Wenn nötig sind wir bereit, etwas zu tun. Wir sind offen für eine ganze Reihe von Maßnahmen." Bei der nächsten Sitzung am 3. Dezember wollen die Notenbanker möglicherweise eine weitere Lockerung der Geldpolitik beschließen. Gestern beließ Draghi den Leitzins, über den sich Banken bei der EZB Geld besorgen, bei 0,05 Prozent.

Auch das Programm zum Kauf von Staatsanleihen, Pfandbriefen und Kreditverbriefungen setzt die EZB fort. Seit März kauft sie Monat für Monat davon für rund 60 Mrd. EUR Wertpapiere. Bis September 2016 ist es angesetzt. Damit bringt sie 1,14 Billionen EUR in Umlauf, bisher sind es rund 371 Mrd. EUR. Damit will die EZB die Wirtschaft in der Eurozone ankurbeln und die Inflation wieder auf knapp 2 Prozent hochtreiben. Bei diesem Niveau sieht die EZB Preisstabilität gewahrt und die Basis für nachhaltiges Wachstum.

"Das Motto heißt jetzt nicht Abwarten und Sehen', sondern Arbeiten und Bewerten'", sagte Draghi auf Malta. Zwei Mal im Jahr tagt der EZB-Rat außerhalb Frankfurts. Die Experten der EZB sollen jetzt alle Möglichkeiten prüfen. Dazu gehört auch eine weitere Senkung des Einlagezinses. Der gilt für Banken, wenn sie bei der EZB Geld parken. Der Zins ist allerdings mit minus 0,2 Prozent bereits negativ. Die Banken müssen also zahlen, wenn sie bei der Notenbank Geld hinterlegen. Dadurch will die Zentralbank die Geschäftsbanken zur Vergabe von Krediten drängen, um damit die Wirtschaft anzukurbeln.

Draghi fordert die Euro-Staaten erneut und deutlich auf, Strukturreformen umzusetzen. Einige Länder hätten schon sehr viel getan, aber es sei noch viel mehr notwendig. "Die Politik muss einen beträchtlichen Beitrag leisten."

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23.10.2015, 12:00 Uhr
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