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Umwelt

Dornröschen ist künftig nachhaltig unterwegs

Dank einem Zuschuss der Region starten die Staatstheater ihr Projekt zur klimafreundlichen Mobilität.

25.01.2020

Von Barbara Wollny

Marc-Oliver Hendriks (rechts) und Thomas Bopp vor den neuen E-Autos des Staatstheaters. Foto: Ferdinando Iannone

Stuttgart. Wenn die Bühnendekoration des Dornröschen-Balletts gebraucht wird, muss der große Sattelzug zwischen dem Zentrallager in Bad Cannstatt und dem Opernhaus in der City die Strecke gleich mehrfach zurücklegen. Die Transportlogistik des Dreispartenhauses ist aufwändig. Zum Fuhrpark der Staatstheater zählen deshalb neben fünf Lkw auch drei Kleinbusse und acht Pkw. Insgesamt addieren sich die Fahrten zwischen den Spielstätten Opernhaus, Schauspielhaus und Kammertheater sowie dem Probenzentrum Nord und dem Zentrallager in Cannstatt auf 20 000 Kilometer pro Jahr, schätzt Arno Laudel, Technischer Leiter des Hauses.

„Unser Ziel ist eine nachhaltige Mobilitätsstrategie – für die Dienstfahrten, aber auch für die Wegstrecken unserer 1400 Mitarbeiter“, sagte Marc-Oliver Hendriks, Geschäftsführender Intendant. Der Plan: Der Fuhrpark soll auf Elektroantrieb umgestellt, zusätzliche Lasten-Pedelecs angeschafft, Dienstfahrten verstärkt mit öffentlichen Nahverkehrsmitteln zurückgelegt sowie Ladesäulen und weitere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geschaffen werden.

Alle acht Pkw haben bereits Elektroantrieb. Die fünf Lkw fahren – da es noch keine passenden elektrischen Trucks gibt – mit Euro-6-Diesel und sollen später ebenfalls in Laster mit alternativen Antrieben umgetauscht werden. Und da sich das Lasten-Pedelec von Kommunikationschef Thomas Koch, der damit bereits seit drei Jahren durch die Stadt radelt, bei allen Kollegen großer Beliebtheit erfreut, werden jetzt im Frühjahr noch zwei weitere angeschafft. „Damit kann man wunderbar durch den Schlosspark zur Zuckerfabrik fahren“, so Koch.

Zur Mitfinanzierung hatten die Staatstheater knapp 60 000 Euro aus dem Programm für nachhaltige Mobilität der Region Stuttgart bewilligt bekommen. Das im Jahr 2012 ins Leben gerufene Programm hat ein Gesamtvolumen von 7,5 Millionen Euro.

„Es ist noch was im Topf. Organisationen, Kommunen oder Unternehmen mit guten Konzepten können sich weiter bewerben und mit Unterstützung rechnen“, sagte Thomas Bopp, Verbandsvorsitzender der Region Stuttgart, und hofft, dass dieses Projekt dazu anregt, eigene Konzepte zu entwickeln. „Die Staatstheater zeigen, wie einfach es sein kann, einen Beitrag zur Reduzierung von Schadstoffen und Lärm zu leisten.“

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Erstellt:
25. Januar 2020, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
25. Januar 2020, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 25. Januar 2020, 06:00 Uhr

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