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Innerhalb von zehn Minuten holen zwei Doppelvierer den Olympiasieg

Doppelschlag in Gold

Die deutschen Ruderer bejubeln in Rio innerhalb von gut zehn Minuten gleich zweimal Gold. Erst siegten die Männer, kurz danach die Frauen.

12.08.2016
  • DPA/SID

Rio de Janeiro. Deutschlands Ruder-Asse waren nach dem doppelten Gold-Triumph innerhalb von nur zehn Minuten völlig aus dem Häuschen. Sowohl der Doppelvierer der Männer als auch der Frauen kürten sich gestern in Rio zum Olympiasieger und lösten damit ausgelassenen Jubel im deutschen Lager aus.

Die Männer wiederholten in der Besetzung Philipp Wende, Lauritz Schoof, Karl Schulze und Schlagmann Hans Gruhne den Erfolg von London 2012. Silber ging an Australien, Bronze holte sich Estland. „Wir wollten eine Medaille. Einfach irre, dass es Gold geworden ist. Unglaublich“, sagte Schoof. „Wir können Gott danken, dass wir das so schaffen konnten. Wir hatten eine schwierige Saison.“ Der Männer-Doppelvierer hatte bei der EM im Mai, damals mit Tim Grohmann am Schlag, noch geschwächelt und nur Rang vier belegt. Danach wurde Gruhne, der im Frühjahr krank war und deswegen nicht die nationale Ausscheidung fahren konnte, ins Boot geholt.

Mit ihm lief es in Rio goldig. Vom Start weg bestimmte das DRV-Boot das Renngeschehen und lag nach 500 Metern schon deutlich vorn. „Wir wollten unsere Startschnelligkeit ausspielen und die anderen unter Druck setzen. Wir haben allerdings nicht damit gerechnet, dass keine mitfahren kann“, sagte Schlagmann Gruhne.

Zur Halbzeit waren es fast zwei Sekunden auf Australien. Die Crew aus Down Under verkürzte den Rückstand in der zweiten Renn-Hälfte zwar ein wenig, konnte die Deutschen aber nicht mehr ernsthaft gefährden. „Die Genugtuung ist riesengroß. Gold ist geil“, meinte Philipp Wende.

Bei den Frauen siegten Annekatrin Thiele, die Heilbronnerin Carina Bär, Julia Lier und Lisa Schmidla nach einem unwiderstehlichen Endspurt vor den Niederlanden und Polen. Bis zur 1500-Meter-Marke lag der Europameister noch auf Rang zwei hinter den Polinnen. Dann erhöhte Schlagfrau Schmidla die Frequenz. Im Ziel hatte das erst vor kurzem umbesetzte Boot eine knappe Sekunde Vorsprung. „Wir wussten, dass wir hinten raus stark sind, und sind cool geblieben“, sagte Lier.

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12.08.2016, 06:00 Uhr
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