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Kommentar · Russland

Doping als nationale Idee

09.03.2016
  • STEFAN SCHOLL

Angesichts des Unglücks neigt man in Russland zur Vogel-Strauß-Taktik. Kopf in den Sand, genauer unter Eis- und Tartanbeläge. Mehrere Olympiasieger und Weltmeister, Eissprinter- und Tänzer und Volleyballspieler sind in den vergangenen Wochen beim Dopen mit dem Herzmittel Meldonium erwischt worden, die Mehrzahl hat es totgeschwiegen. Erst nachdem Tennis-Zarin Maria Scharapowa im fernen Los Angeles gestand, sie habe das Zeug geschluckt, offenbarte man sich.

Doch die meisten Sportler leugnen weiter jede Schuld, assistiert von Sportkameraden und Cheffunktionären. Das gute alte sowjetische Herzmittel sei so leistungssteigernd wie Vitamin C. Nun aber werde es von den feindlichen Dopingbehörden im Westen missbraucht, um die Karrieren überragender vaterländischer Athleten zu ruinieren.

Natürlich, nicht nur in Russland wird gedopt, Lance Armstrong ist Amerikaner, und norwegische oder deutsche Biathletinnen laufen auch nicht langsamer als russische. Aber Sportrussland sollte endlich den Kopf aus dem Sand ziehen. Die eigene Antidopingagentur ist in Auflösung begriffen, gesperrte Trainer betreuen weiter Athleten und verticken "harte" Dopingdrogen.

Betrug mit Hilfe leistungssteigernder Mittel gelten Funktionären, Ärzten wie Sportlern längst als unverzichtbare Wettkampfvorbereitung. Für sie scheint Doping zur nationalen Idee geworden zu sein. Und die erfolgreichste europäische Leichtathletik-Nation riskiert tatsächlich, von der Olympiade in Brasilien ausgesperrt zu werden. Aber das halten Moskaus Sportpolitiker für unmöglich. Außer Dopingmitteln gibt es im Zweifelsfall ja noch Schmiergeld.

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09.03.2016, 08:30 Uhr
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