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Doping-Schatten liegt über den Spielen von Rio

Die Wettbewerbe in Rio waren wie vielleicht noch keine Olympischen Spiele vom Doping überschattet. Zwei Medaillengewinner sind schon aufgeflogen.

20.08.2016
  • SID

Rio de Janeiro. Das Chaos um die Teilnahme Russlands, tiefe Gräben zwischen den Sportlern und haarsträubende Skandale: Das Thema Doping war in Rio so allgegenwärtig wie vielleicht noch nie zuvor bei Olympischen Spielen. Experte Fritz Sörgel glaubt sogar, dass in Rio ein neues Zeitalter im Umgang mit dem Thema angebrochen ist. „Die Doping-Welt ist nicht mehr so, wie sie noch vor ein paar Monaten war. Alle Schranken fallen“, sagte Sörgel.

Der Nürnberger Pharmakologe verweist auf Sportler und Trainer, die konkrete Verdachtsmomente gegen ihre Kollegen äußern. „Der Gewichtheber-Trainer nennt die Dinge beim Namen, Radfahrerin Christina Vogel macht sich Gedanken über England – und Sun Yang ,pinkelt lila‘“, sagte Sörgel mit Blick auf den Spruch, mit dem der Schwimmer Camille Lacourt (Frankreich) seinen chinesischen Kollegen attackiert hatte. „Man darf davon ausgehen“, meint Sörgel, „dass nacholympisch das Thema Doping weiter an Fahrt gewinnen wird.“ Es werde zu „einer Art Clash der Kulturen kommen, zwischen West und Ost, also das, was wir schon mal im Kalten Krieg hatten.“

Zwölf Rio-Athleten wurden bis gestern erwischt, darunter zwei Medaillengewinner. Während der Spiele von London waren es nur sechs gewesen. Trotzdem gab es nichts zu feiern. Unter dem Brennglas des größten Sportereignisses der Welt trat das Glaubwürdigkeitsproblem des Sports offen zutage. Und es stellt das IOC vor massive Probleme. „Das Dopingthema liegt wie eine dunkle Wolke über den Olympischen Spielen“, hatte Bundesinnenminister Thomas de Maizière zu Beginn erklärt.

Brasilien soll auf Anordnung des Sportministeriums einen Monat vor Olympia Dopingkontrollen eingestellt haben. Die Wettbewerbe der Gewichtheber verkamen zur Farce. Reihenweise wurden Medaillen an ehemalige Doper verteilt. Wie lange sie diese behalten dürfen? Fraglich. 31 (!) Nachtests von Proben aus Peking und London fielen positiv aus. Bis jetzt. Bisher sind zwei Nationen, Bulgarien und Russland, vom Weltverband ausgeschlossen worden. Weitere sollen folgen. Allerdings erst nach Olympia.

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20.08.2016, 06:00 Uhr
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