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Fische im Überfluss

Döbel bilden rätselhaften Schwarm im Neckar

Sonst schwimmen etwa zehn Döbel in einem Schwarm. Im Neckar sind es derzeit tausende Fische, die sich in einer Gruppe um die Neckarbrücke treiben lassen – ein Phänomen.

25.01.2010
  • hec

Tübingen. Fischliebhabern der kulinarischen Art sei verraten, dass Döbel sich kaum als Speisefisch eignen. Die Karpfenart ist klein und hat viele feine Gräten. Die Fische an der Neckarbrücke sind zudem noch recht jung.

Döbel bilden rätselhaften Schwarm im Neckar
Tausende Döbel und einige andere Arten treiben derzeit in einem Riesen-Schwarm an der Neckarbrücke.

Die Ansammlung der Fische ist zwar ungewöhnlich, aber nicht einzigartig. „Die sammeln sich jedes Jahr um diese Zeit dort“, berichtet Udo Dubnitzki, Gewässerwart des Kreisfischereivereins Tübingen. Seit einigen Jahren beobachten die Kreisfischer das Gruppen-Treiben um die Brücke. Auch an der Rottenburger Neckarbrücke waren 2006 Fische mit Organisations-Neigung entdeckt worden.

Bislang ist unklar, wieso sich die Tiere zusammen tun. Junge Döbel schwimmen zwar in Gruppen, die aber sehr viel kleiner sind, als der derzeit gesichtete Schwarm mit hunderten, wenn nicht gar tausenden Fischen. „Das ist seit Jahren ein Riesenphänomen", sagt Dubnitzki.

Der Schwarm werde wohl noch die nächsten zwei bis drei Wochen bei der Neckarbrücke stehen. Hin und wieder schwimmen die Fische ein Stück, mehr als 20 bis 30 Meter entfernen sie sich aber nicht von der Brücke, hat der Gewässerwart beobachtet.

Den Kormoranen machen die Gräten der Fische nichts aus. Die Vögel werde man am Neckar wohl auch bald sichten können, wenn sie den Schnabel nicht voll genug bekommen können.

Die Döbel sind nicht alleine, am Rande des Schwarmes schwimmen Nasen und Rotaugen. Die Nasen sind im Neckar übrigens recht selten. Vor 30 Jahren gab es noch viele davon, Umweltverschmutzung machte dem Bestand zu schaffen.

Die Kreisfischer setzen jedes Jahr tausende Nasen in den Neckar ein. Es wäre ein großer Erfolg, so Dubnitzki, wenn sich der Bestand auf natürliche Weise wieder erholen würde würde. Die Döbel sind recht robust - ihr Bestand ist deshalb von Natur aus groß. Nur die Ballung, die ist ungewöhnlich.

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25.01.2010, 12:00 Uhr
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