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Der Goldbär aus Hameln

Dimitrij Ovtcharovs EM-Triumph verdeckt manche Schwächen

Dimitrij Ovtcharov hat es erneut geschafft. Der Hamelner Tischtennis-Star verteidigte erfolgreich seinen EM-Titel. Sein Kraftakt im Finale gegen Marcos Freitas verdeckte einige Schwächen im deutschen Team.

05.10.2015
  • DPA/SID

Jekaterinburg Mit Urgewalt und einem unbändigen Siegeswillen hat Europas Tischtennis-König Dimitrij Ovtcharov seine Regentschaft verlängert. Der Titelverteidiger wiederholte durch einen 4:1-Erfolg gegen den Portugiesen Marcos Freitas seinen EM-Sieg von 2013.

"Dima hat sich gut bewegt und das sehr gut gemacht. Er hat stets die Kontrolle behalten", lobte Sportdirektor Richard Prause den Ausnahmespieler. In einem zunächst taktisch geprägten Finale nahm Bundestrainer Jörg Roßkopf bereits im ersten Satz die Auszeit. Ab dem dritten Durchgang wurden die Ballwechsel immer hochklassiger und extrem schnell. Der Weltranglisten-Neunte Freitas forderte Ovtcharov voll, doch der Deutsche hatte mit 14:12, 9:11, 11:9, 11:4, 11:6 das bessere Ende für sich.

Nach dem Matchball sprang "Dima" über die Umrandung, lief auf das Siegerpodest, zog das Trikot aus und posierte in Siegermanier. Die Anspannung eines kräftezehrenden Turniers musste erstmal raus. Der 27 Jahre alte Bär aus Hameln, der sein Geld beim russischen Klub Fakel Orenburg verdient, hatte jede Menge Kraft in die Mission Titelverteidigung investiert. 14 Einzel absolvierte Ovtcharov an zehn Turniertagen, alle 14 gewann er. Mit der letzten Partie verlängerte das Kraftpaket in Abwesenheit des verletzten Timo Boll eine tolle Serie. Zum fünften Mal seit 2010 stellte der DTTB den Sieger in der Königsdisziplin, die Konkurrenz ist aber näher gerückt.

"Ich bin sehr froh über diesen Titel. Ich denke zwar, dass ich momentan schon der stärkste Spieler im Feld bin, war aber nicht in der gleichen Form wir vor zwei Jahren und der Gejagte, was es nicht leicht für mich gemacht hat", so Ovtcharov.

Seine Gala-Show verdeckte auch Schwächen. Mit zweimal Gold und jeweils einmal Silber und Bronze fiel die Bilanz im Vergleich zum Europameisterschafts-Rekord 2013 in Schwechat (4/2/2) bescheidener aus. Am schwarzen Samstag hatte es in sieben Viertelfinals fünf deutsche Niederlagen gegeben. "Da haben wir einige Medaillen liegen gelassen", gab Prause zu. "Vor Rio werden wir mehr im Athletikbereich arbeiten. Solide spielen reicht selbst bei einer EM nicht."

Groß war die Enttäuschung bei den Damen. Nach dem souveränen Team-Sieg verpasste Top-Favoritin Han Ying die Medaillenränge. Bei der Siegerehrung für die neue Europameisterin Elizabete Samara aus Rumänien waren die Golden Girls nur Zuschauerinnen.

Dimitrij Ovtcharovs EM-Triumph verdeckt manche Schwächen
Die Sekunden nach dem EM-Triumph. So ausgelassen feiert Kraftpaket Dimitrij Ovtcharov seine Titelverteidigung. Foto: dpa

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05.10.2015, 12:00 Uhr
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