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Christopher Schmidhofer - ichbinBW

Digitales Ländle-Gezwitscher diese Woche aus Wankheim

Im grenzüberschreitenden Nachrichtensammelsurium „Twitter“, dem der türkische Ministerpräsident Erdogan jüngst Staatsfeindlichkeit unterstellte, ist auch Platz für Heimatgefühle.

21.03.2014

Von Sally Gutmann

Unter dem Pseudonym ichbinBW bestücken Baden-Württemberger je eine Woche lang den gleichnamigen Twitter-Account mit Kurzmeldungen direkt aus dem Ländle. Eingeborene wie Zugezogene dürfen sich bewerben. Also auch der gebürtige Rheinland-Pfälzer und Wankheimer Webdesigner Christopher Schmidhofer.

Christopher Schmidhofer: ichbinBW

Diese Kalenderwoche bekleidet er das Amt des ichbinBW-Betreuers. Er twittert (zwitschert) über Kusterdingen, das Essen im Gasthof Jägerstüble, das Twitter-Verbot in der Türkei und über Waffenhersteller am Bodensee. Am Sonntag muss er seine neu gewonnene virtuelle Identität aber schon wieder hergeben. Dann darf der oder die Nächste in 140 Zeichen verpackte Mini-Nachrichten unter den derzeit 1233 ichbinBW-Abonnenten verbreiten.

Das Prinzip gleicht einem öffentlichen Kettenbrief, im Twitter-Sprech Rotation-Curation genannt. Wöchentlich wechselnde Betreuer eines Twitter-Kontos zeichnen ein möglichst facettenreiches Bild der Region oder des Landes, in dem sie leben. Voraussetzung: dem Ländle verbunden und versiert bei Twitter.

Christopher Schmidhofer

Eine geschickte Idee, um der Marke Baden-Württemberg noch einen digitalen Touch zu verleihen und die im World Wide Web verloren gegangenen Zielgruppen zu erreichen? Eher nicht. Als politisch unabhängiges Projekt gab es den Twitter-Staffellauf schon 2011 in Schweden und anderen Ländern. Baden-Württemberg zog Anfang 2013 nach.

Die Anhängerschaft von ichbinBW ist mittlerweile ziemlich groß, messbar an der Zahl der Follower. Das sind diejenigen, die den Account abonniert haben und direkt Bescheid bekommen, wenn was gezwitschert wird. Zum Vergleich: Schmidhofers persönlicher Twitter-Identität folgen knapp 400 Nutzer. Für den 32-jährigen Wankheimer ist der Kurator-Job die Chance, eine Woche lang sehr viele Menschen zu erreichen und auf Dinge, die ihn bewegen, aufmerksam zu machen: „Ich möchte persönlich rüberbringen, was mich in Baden-Württemberg interessiert, was ich gut finde und auch was mich stört.“ Zum Beispiel Themen, wie Urheberrecht, Stuttgart 21 oder sein Blick aus dem Büro. Auch der Tagblatt-Anruf landete sofort im Netz:

ichbinBW „Ich bin interviewt worden, per Telefon.“

TheInfredible „Von wem bist denn interviewt worden?“

ichbinBW „Tageszeitung. Schwäbisches @Tagblatt, gehört zur Südwestpresse.“

TheInfredible „ging aber schnell, [...] bin aufs Ergebnis gespannt.“

twitter.com/ichbinBW

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Erstellt:
21. März 2014, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
21. März 2014, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 21. März 2014, 12:00 Uhr

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