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Saubere Luft · Doch kein Gratis-Bus in Herrenberg

Digitale Verkehrssteuerung, attraktiver ÖPNV, Radverkehr & E-Fahrzeuge sollen Stickoxide reduzieren

Am Dienstagabend hat die Modellstadt Herrenberg für „saubere Luft“ ihr Maßnahmebündel geschnürt, das sie nun beim Bund einreicht. Ein kostenloser ÖPNV ist allerdings nicht dabei.

15.03.2018

Von ede

Symbolbild: Metz

Der war gar nicht Thema im Technischen Ausschuss, sagte gestern Carmen Haug von der Pressestelle auf Nachfrage. Man wolle nichts zusagen, was man auf längere Sicht nicht halten könne, so Haug zur Begründung. Das Modellprojekt für „saubere Luft“ sei auf zwei Jahre angelegt. Da sei nicht sicher, wie es danach weitergeht. Beteiligt am Herrenberger Bündel waren der Ältestenrat und der Gemeinderat.

Wie berichtet ist Herrenberg mit Reutlingen, Mannheim, Bonn und Essen Modellstadt für das Sofortprogramm des Bundes „Saubere Luft“. Damit will der Bund verschiedene Maßnahmen fördern, um die Luftqualität in diesen Städten zu verbessern.

Das von Herrenberg nun vorgeschlagene Maßnahmenbündel besteht aus fünf Paketen mit insgesamt 21 Unterpunkten. Zentrale Ziele seien eine deutlich verbesserte Steuerung des motorisierten Individualverkehrs, die Verlagerung des Verkehrs auf den Umweltverbund, die Förderung des Radverkehrs und die Nutzung der Elektro-Mobilität. Auch die Digitalisierung spiele eine wesentliche Rolle, heißt es in einer Pressemitteilung.

So sollen mit einer digitalen und flexiblen Verkehrslenkung und -steuerung auf den Hauptverkehrsachsen geringere Emissionen in die Luft geblasen werden. Insbesondere Tempo 30 und bauliche Anpassungen sollen dafür sorgen. Um den ÖPNV attraktiver zu machen, sollen Beschleunigungsmöglichkeiten für den Umweltverbund eingerichtet werden. Dazu will Herrenberg bessere Takt- und Bedienzeiten im Busverkehr sowie ein vergünstigtes City-Monatsticket anbieten. Auch ein Bürgerbus und „smarte Hilfen“ wie eine Verkehrs-App und Web-Angebote sollen die klassischen Angebote ergänzen.

Auch Geld für mehr Personal

Besonders geeignet für Herrenberg sei der beschleunigte Ausbau des Radverkehrs, so die Stadt. Vollautomatische Fahrradparkhäuser und zeitgemäße Radabstellanlagen in der Kernstadt sollen Radler zum Umstieg ermutigen. Die Verwaltung selbst denkt an den Aufbau eines nachhaltigen betrieblichen Mobilitätsmanagements. Elektro-Fahrzeuge wie Pedelecs, Lastenfahrräder oder Elektroautos sieht sie als Beitrag zur besseren Luft und als Anreiz für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Umstieg. Schließlich hat die Stadt Geld für zusätzliches Personal und Marketing beim Bund beantragt.

Ziel ist, mit diesem Bündel die Stickoxid-Grenzwerte in Herrenberg ab 2020 unterhalb des Grenzwerts von 40 Mikrogramm je Kubikmeter zu drücken. Aktuell wurde in Herrenberg an der Messstation in der Hindenburgstraße ein Stickoxid-Wert von 46 Mikrogramm je Kubikmeter ermittelt.

Was schließlich umgesetzt und finanziert wird, entscheidet die Bundesregierung. Unabhängig davon arbeitet Herrenberg weiter an der begonnenen integrierten Mobilitätsentwicklungsplanung und dem sogenannten Green-Plan, einem Masterplan zur Reduzierung der Stickoxidbelastung, teilt die Stadt mit.

Zum Dossier: Ticketfreier ÖPNV

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Erstellt:
15. März 2018, 01:00 Uhr
Aktualisiert:
15. März 2018, 01:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 15. März 2018, 01:00 Uhr

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