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In Klimagespräche von Paris greifen auch Staatschefs ein

Differenzen bis zuletzt

Die Delegierten auf der Pariser Klimakonferenz haben zuletzt rund um die Uhr verhandelt. Und nicht nur sie. Per Telefon versuchten Staatschefs gestern über Ozeane hinweg, sich auf einen Klimavertrag zu einigen.

12.12.2015
  • DPA

Paris. In der Schlussphase der Pariser Klimakonferenz hat Deutschland auf ein ehrgeiziges Abkommen gedrängt. "Wir werden uns nicht mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner begnügen", sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. Andererseits sagte der Potsdamer Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber, die Europäische Union hätte "ein bisschen ambitionierter auftreten können". Er befürchte, dass der bisher vorliegende Text noch verwässert werden könnte.

Die Spannungen zwischen den Teilnehmern machen die Gespräche heikel: Der Außenminister der Marshall-Inseln, Tony de Brum, beklagte, in den nächtlichen Verhandlungen habe es sogar Versuche gegeben, ambitionierte Ziele aus dem Textentwurf für einen Weltklimavertrag zu streichen. Er stuft ihn als "guten Versuch" ein. De Brum tritt als Sprecher einer selbsternannten Koalition der Ehrgeizigen auf.

Im Bemühen um Lösungen griffen Staats- und Regierungschefs zum Telefon. US-Präsident Barack Obama telefonierte mit Frankreichs Staatschef François Hollande und mit Chinas Staatspräsident Xi Jinping. Die beiden größten CO2-Verschmutzer Amerika und China bekräftigten dabei nach Angaben des Weißen Hauses, sie wollten gemeinsam auf ein ehrgeiziges Klimaabkommen hinarbeiten.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sprach mit US-Außenminister John Kerry und Vertretern von Indien, Südafrika und Singapur. Große Differenzen gibt es weiter in der Frage, ob aufstrebende Schwellenländer künftig für finanzielle Hilfen im Kampf gegen den Klimaschutz mitbezahlen sollen. Indien sieht die für alle fünf Jahre geplanten Nachbesserungen der Klimaschutzanstrengungen mit Skepsis.

Das große Schwellenland Brasilien hat sich indes laut de Brum der Allianz für ein ehrgeiziges Abkommen angeschlossen. Ihr gehören die USA, die EU und Länder aus dem Pazifik, der Karibik, Afrika und Lateinamerika an - insgesamt um die 100 Staaten.

Der Konferenzleiter, Frankreichs Außenminister Laurent Fabius, gab sich zuversichtlich, heute früh einen Vertrag vorlegen zu können, der "für die Menschheit ein großer Schritt voran sein wird". Ursprünglich hätte das Abkommen schon gestern Abend angenommen werden sollen, aber die Konferenz wurde um einen Tag verlängert.

Hollandes Klimagesandter Nicolas Hulot sagte, die Gespräche seien deswegen so schwierig, weil in Paris eine ehrgeizige Vereinbarung entstehen soll. "Wenn man ein Abkommen als Fassade wollte, dann wäre das leicht zu schaffen. Mit den bisher zugesagten nationalen Klimaschutzplänen würde die Temperatur auf der Erde um etwa 2,7 Grad steigen. Das Ziel sind 2 Grad.

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12.12.2015, 08:30 Uhr
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