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Umwelt

Diesel-Nachrüstung aus Steuergeld?

Vorschlag einer Expertengruppe der Regierung empört Umweltschützer.

17.02.2018
  • DOROTHEE TOREBKO

Berlin. Mit Empörung haben Verbraucherschützer und Umweltverbände auf den Vorschlag einer Expertengruppe der Bundesregierung reagiert, die Nachrüstung von Diesel-Autos mit Steuergeld zu finanzieren. Im Entwurf des Abschlussberichtes heißt es, der Umbau könne „ganz oder zu einem höchstmöglichen Anteil“ über eine Förderung finanziert werden. Diese könne sich sowohl aus Mitteln der Autohersteller wie auch aus öffentlichen Mitteln speisen, so der Bericht, der der SÜDWEST PRESSE vorliegt und über den zuvor die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete.

Ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums sagte hingegen, dass die Aussagen des Berichts noch nicht endgültig seien. Laut Koalitionsvertrag ist der Bericht die Grundlage für eine Entscheidung der künftigen Bundesregierung, wie mit den Nachrüstungen umzugehen ist. Da freiwillige Software-Updates von Fahrzeugen keine Verbesserung der Luftqualität brachten, wollen Umweltverbände Fahrverbote.

Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet am Donnerstag über ein Fahrverbot in besonders belasteten Städten. Der Bericht nimmt auch das Ergebnis einer Untersuchung des ADAC vorweg, die am Dienstag in Stuttgart veröffentlicht werden soll. Demnach reduziert ein technischer Umbau der Diesel-Autos die Belastung durch Stickstoffe um mindestens 50 Prozent.

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17.02.2018, 06:00 Uhr
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