Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Kriminalität

Diebin macht sich an reiche Senioren ran

Übergriffe auf Besitzer von Luxusuhren häufen sich. Bei der Polizei wurden zuletzt sieben Fälle angezeigt.

26.07.2018

Von CAROLINE HOLOWIECKI

Stuttgart. Wer sein Vermögen mit einer edlen Uhr am Handgelenk zur Schau stellt, könnte das derzeit in Stuttgart bereuen. Ganoven haben es gezielt auf Besitzer von luxuriösen Chronometern abgesehen. Die Opfer sind männlich, meist im Rentneralter und die Erzählungen der Beklauten ähneln sich: Anfang dieses Monats sind zwei Senioren, 75 und 88, um wertvolle Armbanduhren gebracht worden. Ihnen hatte sich jeweils eine Frau genähert, ein Gespräch begonnen, kurz Körperkontakt hergestellt und das Weite gesucht. In einem Fall hatte die Frau – etwa 35, schwarze lange Haare, 1,65 Meter, füllig oder auch schwanger – dem Mann Avancen gemacht.

Die Sex-Masche kam auch Tage später am S-Bahn-Halt Schwabstraße zum Einsatz. Diesmal hatte es eine Frau mit langen schwarzen Haaren in Begleitung zweier Männer – einer mit Tattoos an den Armen – auf einen angetrunkenen 44-Jährigen abgesehen. Wieder wurde dem Mann Unanständiges offeriert, dann wurde er in einem kurzen Tumult abgelenkt und konnte gerade noch verhindern, dass ihm seine Rolex und der Geldbeutel gestohlen werden. In der Nacht zuvor war einem betrunkenen 38-Jährigen seine Rolex bei einem Überfall geraubt worden.

Masche ist nicht neu

Übergriffe durch aufdringliche Frauen hatte es bereits im Frühjahr in der Innenstadt gegeben. Seinerzeit waren zwei 75-Jährige und ein 68-Jähriger um Luxusuhren und Schmuck erleichtert worden. Dabei ist die Masche nicht neu, erklärt Stephan Widmann, ein Sprecher der Polizei. „Mal ist es das Antanzen, mal wird nach dem Weg gefragt. Es geht immer darum, das Opfer abzulenken und ihm nahezukommen.“

Sieben Taten sind seit Frühjahr angzeigt worden, die Polizei geht von ein Zusammenhang aus. Allenfalls der nächtliche Raubüberfall auf den 38-jährigen Betrunkenen falle auf den ersten Blick aus der Reihe. Die Opfer dürften aufgrund ihres Alters oder ihrer Trunkenheit gezielt ausgewählt und ausgespäht worden sein.

Dingfest gemacht wurde noch niemand, auch ist keine Uhr wieder aufgetaucht. Widmann vermutet, dass die Beute verkauft werden soll. Polizisten in Uniform und Zivil hätten die Innenstadt im Blick, dennoch rät er zur Wachsamkeit. „Wenn Ihnen jemand zu nahe kommt, müssen die Alarmglocken läuten.“ Er empfiehlt, Wertvolles verdeckt und nah am Körper zu tragen und sofort zu kontrollieren, ob noch alles da ist, wenn ein Unbekannter Kontakt gesucht hat. Je schneller die Polizei gerufen werde, desto besser. So sei die Chance größer, endlich den Tätern nahezukommen. Caroline Holowiecki

Zum Artikel

Erstellt:
26. Juli 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
26. Juli 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 26. Juli 2018, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.
Das Tagblatt bei Whatsapp & Co.
Wir liefern die wichtigsten Neuigkeiten aus der Region immer aktuell aufs Smartphone: per Whatsapp & Co.

Um diesen Service zu nutzen, öffnen Sie tagblatt.de/whatsapp  mit einem entsprechenden Mobilgerät.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+