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Türkei

Die nächste Massenflucht aus Syrien

Zehntausende Flüchtlinge aus Syrien warteten am Wochenende auf Einlass in die Türkei. Sie kommen aus der schwer umkämpften Region um Aleppo.

08.02.2016
  • GERD HÖHLER

Bundeskanzlerin Angela Merkel reist an diesem Montag nach Ankara, um mit der türkischen Regierung zu beraten, wie der Flüchtlingsstrom in der Ägäis begrenzt werden kann. Unterdessen erwartet die Türkei eine neue Flüchtlingswelle aus dem Nachbarland Syrien. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan versicherte, man werde Schutzsuchende nicht zurückweisen: Wenn Bürgerkriegsflüchtlinge "vor unserer Tür stehen und keine andere Wahl haben, müssen und werden wir unsere Brüder hereinlassen".

Das Land gerät aber offenbar an die Grenzen seiner Aufnahmefähigkeit. Rund drei Millionen Flüchtlinge, darunter 2,5 Millionen Syrer, hat die Türkei in den vergangenen fünf Jahren bereits aufgenommen. Allein in den vergangenen Tagen seien weitere 15 000 Menschen ins Land gekommen, sagte Vizepremier Numan Kurtulmus. Sorge macht der türkischen Regierung vor allem die Entwicklung um Aleppo, einer bisherigen Hochburg der syrischen Opposition. Unterstützt durch russische Luftangriffe, gehen dort syrische Regierungstruppen gegen Aufständische vor. Sollte die Stadt an die Regierungstruppen fallen, rechnet man in der Türkei mit bis zu einer Million weiterer Flüchtlinge. Bereits jetzt warten zehntausende Menschen auf der syrischen Seite der Grenze.

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu versicherte, die Türkei werde ihre "Politik der offenen Grenze für diejenigen beibehalten, die vor der Aggression des Regimes und den Luftangriffen Russlands fliehen". Die Grenze war allerdings laut Augenzeugen auch am Sonntag geschlossen. Nur in Notfällen wurden einzelne Menschen durchgelassen, etwa Verletzte. Zehntausende harrten in Regen und Kälte in provisorischen Lagern und selbstgezimmerten Verschlägen gegenüber dem türkischen Grenzübergang Öncüpinar auf der syrischen Seite aus. Die türkische Hilfsorganisation IHH leistet Nothilfe. Sie sprach von etwa 50 000 Wartenden.

Ob und wann die Grenze geöffnet wird, war zunächst unklar. Auf der türkischen Seite hat die Hilfsorganisation Türkischer Halbmond allerdings bereits mit dem Aufbau eines weiteren Zeltlagers begonnen. Das könnte auf eine bevorstehende Öffnung hindeuten.

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08.02.2016, 08:30 Uhr
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