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Glosse

Die längste Minute

Nützlich und meist zuverlässig sind die elektronischen Tafeln, die zeigen, wann der nächste Bus oder die nächste Stadtbahn kommt. Da kann der Fahrgast rasch entscheiden, ob es reicht schnell in den Kiosk oder in die nächste Bäckerei zu huschen.

25.05.2019

Von DANIEL GRUPP

Die Anzeigen können aber auch aufs Gemüt schlagen, wenn der eilige Passagier man beim Eintreffen feststellt, dass es noch acht oder neun Minuten bis zu nächsten Bahn warten muss. Das heißt nämlich, dass man die vorherige Stadtbahn gerade verpasst hat.Tagsüber gilt in Stuttgart ein Zehn-Minuten-Takt. Man hätte nur ein bisschen schneller sein müssen.

Jetzt ist Geduld gefragt. Zeit ist eben doch relativ. Beim Warten dehnt sich eine Minute ewig. Allerdings tickt die Anzeige tatsächlich nicht im Takt einer Atomzeituhr. Die Minuten können unterschiedlich lang sein. Die letzte Minute geht meist am schnellsten. Manchmal steht der Zug fast schon am Bahnsteig, wenn die Tafel immer noch auf eins steht.

Sind aber erst zwei Minuten Wartezeit erreicht, wird oft deutlich, dass eine Minute länger als 60 Sekunden sein kann. Nicht nur gefühlt, sondern auch echt. Das hängt mit den Sensoren zusammen, die die Fahrtzeit bis zur Haltestelle ermitteln. Trödeln die Fahrgäste am Stopp davor, stimmt die ermittelte Zeit nicht mehr. Manchmal schiebt sich eine andere Stadtbahn dazwischen. Der nächste Zug muss warten. Der Countdown springt dann zwar nicht zurück, aber eine Ewigkeit scheint zu vergehen, bis aus zwei Minuten eine wird. Ganz sicher die längste Minute seit Erfindung der Zeitrechnung.

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Erstellt:
25. Mai 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
25. Mai 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 25. Mai 2019, 06:00 Uhr

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