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Handball

Die große Mimi-Kraus-Show

Der Stuttgarter Kapitän führt sein Team im wichtigen Derby gegen den HBW Balingen-Weilstetten mit zehn Toren zum 25:21-Sieg.

25.03.2017

Von SEBASTIAN SCHMID

Der überragende TVB-Kapitän Michael „Mimi“ Kraus (l.) feiert mit Torhüter Johannes Bitter den Derbysieg gegen Balingen. Foto: Eibner

Berlin. Michael Kraus hatte gut lachen. Der 33-Jährige führte mit einer starken Leistung den TVB Stuttgart zum wichtigen 25:21-Sieg gegen den HBW Balingen/Weilstetten. Ausgepumpt stand der Weltmeister von 2007 auf dem Spielfeld und meinte, auf seine zehn Treffer angesprochen: „In meinem Alter muss man nicht mehr über Tore reden. Die zwei Punkte sind, was zählen.“ Dank des Erfolgs haben die Stuttgarter die Abstiegsränge in der Handball-Bundesliga verlassen und sind am HBW vorbeigezogen. Während allen beim TVB die Erleichterung anzumerken war, herrschte bei Balingen Tristesse. „Mit so einer Leistung werden wir die Klasse nicht halten. Das war nicht erstligareif“, so Geschäftsführer Wolfgang Strobel.

Stuttgarts Trainer Markus Baur hatte schon vor dem Spiel geahnt, dass die 6211 Zuschauer in der seit langem ausverkauften Porsche-Arena keinen „Handball-Leckerbissen zu sehen bekommen“. Und er sollte Recht behalten. Beide Teams starteten nervös, Tore waren zunächst Mangelware. So scheiterte gleich im ersten Angriff Stuttgarts Can Celebi völlig frei an HBW-Keeper Tomas Mrkva. Auf der anderen Seite machte es Yves Kunkel nicht besser. Der Balinger Linksaußen wollte beim Siebenmeter zaubern, was mächtig schief ging. Der Heber flog nicht nur in hohem Bogen über den 2,05 Meter großen „Jogi“ Bitter sondern auch deutlich übers Tor. Die fünf Siebenmeter, die beide Teams vergaben, zeigen, dass Abstiegskampf auch ein Nervenspiel ist.

Der einzige unbeeindruckte Feldspieler war „Mimi“ Kraus. Fünf der zehn TVB-Tore in der ersten Halbzeit gingen auf das Konto des Stuttgarter Kapitäns. Nach vier Minuten erzielte er das erste Tor, die Balinger Fans konnten erst nach sechs Minuten erstmals jubeln. Bis zum 4:4 durch Pascal Hens glichen die Gäste stets die HBW-Führung aus, dann begann sich Stuttgart dank der Mimi-Kraus-Show abzusetzen. Im Angriff richtete es der Regisseur, hinten hielt die Abwehr im Zusammenspiel mit Bitter dicht.

Im zweiten Durchgang knüpften beide Mannschaften nahtlos an die Leistung der 30 Minuten an. Balingens Sascha Illitsch scheiterte frei an Bitter, auf der Gegenseite erzielte Kraus sein sechstes Tor, dem er zwei Rückraum-Kracher in den Winkel zum 14:10 folgen ließ. Den Balingern gelang in dieser Phase bis auf einen Kempa-Treffer von Kunkel wenig. Als dann der HBW-Linksaußen beim 12:16 seinen zweiten Siebenmeter vergab, kippte das Spiel vollends. Ab dem 12:18 setzte HBW-Trainer Runar Sigtryggsson alles auf eine Karte und brachte den siebten Feldspieler. Die taktische Maßnahme ging allerdings nach hinten los. Erst traf Kraus vom eigenen Neunmeter ins leere Tor, kurz drauf gelang Bitter ebenfalls ein Treffer aus der eigenen Hälfte. Nach 45 Minuten stand es bereits 20:12 für Stuttgart. Den Schlusspunkte setzte, wie könnte es anders sein, Kraus zum 25:21.

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Erstellt:
25. März 2017, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
25. März 2017, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 25. März 2017, 06:00 Uhr

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