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Die größte Sorge ist eine Hängepartie

Verbände drängen auf eine rasche Bildung der neuen Regierung und auf Investitionen.

26.09.2017
  • DIETER KELLER

Berlin. . Zumindest die Börsen reagierten gelassen auf den Ausgang der Bundestagswahl. Am deutschen Aktienmarkt drehte der Dax nach anfänglichen Verlusten sogar ins Plus. Dagegen verlor der Euro etwas und fiel unter 1,19 US-Dollar.

Die Wirtschaft drängt auf eine rasche Regierungsbildung. Es dürfe keine Hängepartie geben, forderte Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer. „Wochenlange oder gar monatelange Koalitionsverhandlungen bedeuten Stillstand“, warnte er. Eine Jamaika-Koalition sei weniger berechenbar als eine Wiederauflage der großen Koalition. Sie berge aber die Chance, Zukunftsthemen mit neuen Lösungsansätzen anzugehen und Deutschland einen Modernisierungsschub zu geben.

Die Unternehmen beurteilen die meisten Standortfaktoren heute als schlechter als vor der letzten Bundestagswahl 2013, obwohl sich die wirtschaftliche Situation erheblich verbessert hat. Das ergab eine Umfrage der Industrie- und Handelskammern (IHK) unter 1800 Mitgliedsunternehmen. Daher forderte der baden-württembergische IHK-Präsident Wolfgang Grenke verstärkte Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur. Der mangelhafte Zustand von Straßen, Schienen und Wasserwegen sei für viele Betriebe ein Geschäftshindernis. Die Unternehmensbesteuerung verliere an Wettbewerbsfähigkeit.

Grundlegende Kritik kam vom DGB. „Aus Gewerkschaftssicht ist das Ergebnis erschütternd“, sagte der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann im ZDF. Es sei nicht gut für die Arbeitnehmer. Grundlegende Zukunftsfragen mit einer Jamaika-Koalition zu beantworten, werde alles andere als einfach. Die Gewerkschaften würden sie daran messen, „ob es gelingt, dass Menschen ordentliche Arbeit haben, vernünftige Löhne und eine anständige soziale Sicherung, auch im Alter“.

Die Vorsitzende des Sozialverbands VdK, Ulrike Mascher, forderte, die soziale Spaltung zu stoppen und Abstiegsängste entschlossen zu bekämpfen. „Die Rente muss zum Leben reichen, Pflege und Gesundheit müssen bezahlbar sein.“ Die Bekämpfung von Armut und sozialer Ungleichheit müsse Priorität haben. dik

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26.09.2017, 06:00 Uhr
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