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Tipps zu Zecken, FSME-Viren und Borrelien

Die gefährlichen Blutsauger haben dieses Jahr Hochkonjunktur

Bereits 109 Menschen sind dieses Jahr nach einem Zeckenstich an Gehirnhautentzündung erkrankt. Auch die Boreliose wird von Zecken übertragen.

05.07.2018

Von hoy

Zecke. Symbolbild: Metz

Die Zahl der gemeldeten FSME-Fälle liegt damit landesweit um ein Viertel höher als im Vorjahr. Besonders betroffen sind der Ortenaukreis, Calw und Ravensburg. In Tübingen ist dem Gesundheitsamt bislang eine Person gemeldet worden, die an FSME (Frühsommermeningoenzephalitis) erkrankt ist.

Nach Auskunft des Tübinger Mikrobiologen Dr. Thomas Hierl gehört ganz Baden-Württemberg, und damit auch der Kreis Tübingen, zum Zecken-Risikogebiet, in dem die Blutsauger mit ihrem Stich das FSME-Virus übertragen können. Die Erkrankung äußert sich mit grippeähnlichen Symptomen zwei bis vier Wochen nach dem Stich. Typisch sind anhaltende Kopfschmerzen, Lähmungen des Nervensystems und Krampfanfälle. Ansteckend ist das Virus aber nicht, so der Sachgebietsleiter Infektionsschutz im Gesundheitsamt des Landkreises.

Mit einer Grundimmunisierungs-Impfung von drei Sequenzen können sich Menschen, die sich viel im Freien aufhalten, gegen das Virus schützen. Die Impfung wirkt bereits nach der ersten Impfgabe, nach etwa zwei Wochen. Sie muss aber ab und zu aufgefrischt werden. Für die Impfung gibt es „keine Altersbegrenzung“, so Hierl. Kinder- und Hausärzte können sie vornehmen. Für Kinder, die sich viel im Freien aufhalten, empfiehlt er auf einen „ausreichenden Tetanus-Impfschutz“. Mit zunehmendem Alter, so Hierl, verlaufe die FSME-Erkrankung außerdem schwerer.

Im Gegensatz zum FSME-übertragenden Viren gibt es allerdings gegen die ebenfalls durch Zeckenstiche übertragbaren Borrelien keine Impfung. Die Borreliose – typisch ist die sich ringförmig um den Zeckenstich ausbreitende Wanderröte – kann nur mit Antibiotika behandelt werden. Zum Schutz vor Zecken rät Hierl wie das Landesgesundheitsamt zu bedeckter Kleidung: lange Hosen, Socken und feste Schuhe. Wer wandert, solle sich nicht ins hohe Gras setzen. In Apotheken gebe es auch einen äußeren Schutz gegen die Zecken zum Auftragen, sogenannte Repellents. Nach dem Aufenthalt im Freien solle man sich sorgfältig am Körper nach Zecken absuchen. Sie müssen mit einer Pinzette möglichst nah an der Hautoberfläche herausgezogen, keinesfalls herausgedreht, und dürfen nicht mit Öl oder Klebstoff beträufelt werden.

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Erstellt:
5. Juli 2018, 22:50 Uhr
Aktualisiert:
5. Juli 2018, 22:50 Uhr
zuletzt aktualisiert: 5. Juli 2018, 22:50 Uhr

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