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Die eiserne Lady des Schwimmsports
Verbandskritische Schwimmerin: Die Ungarin Katinka Hosszu nimmt kein Blatt vor den Mund. Foto: dpa
Ungarin Katinka Hosszu belohnt sich bei ihren vierten Spielen mit Gold – Chinesische Olympiasiegerin im Vorlauf raus

Die eiserne Lady des Schwimmsports

Katinka Hosszu musste lange auf ihre erste Olympia-Medaille warten. In Ungarn dürften sich über den Überraschungssieg nicht alle gefreut haben.

08.08.2016
  • SID

Rio de Janeiro. Nachdem Katinka Hosszu mit einem Fabel-Weltrekord ihren Olympia-Fluch gebannt hatte, musste die „Eiserne Lady“ des Schwimmsports etwas klarstellen. Die Ungarin wuchtete sich aus dem Wasser und deutete energisch mit den Zeigefingern immer wieder auf sich selbst. „Ich war selbstbewusst“, sagte Hosszu nach ihrem famosen Goldrennen über 400 Meter Lagen zum Auftakt der olympischen Schwimmwettbewerbe am späten Samstagabend: „Ich bin nach Rio gekommen, um mein Bestes zu geben. Und das habe ich.“

Bei ihren vierten Olympischen Spielen schwamm die fünfmalige Welt- und 13-malige Europameisterin erstmals auch bei Olympia aufs Podest. Dabei schockierte die 27-Jährige die Konkurrenz. Mit ihrer Siegeszeit von 4:26,36 Minuten war sie mehr als zwei Sekunden schneller als London-Olympiasiegerin Ye Shiwen. Die Chinesin, die im Vorlauf ausschied, hatte nach ihrem Sensationssieg vor vier Jahren viele Fragen zum Thema Doping beantworten müssen. Auch Hosszus enormes Trainings- und Wettkampfpensum wirft Fragen auf, eine positive Probe gab es von ihr aber nie. Sie sagt dazu lediglich: „Harte Arbeit zahlt sich immer aus.“

Hart arbeitet Hosszu ohne Zweifel. Keine andere Schwimmerin spult im Jahr so viele Wettkämpfe ab wie die „Eiserne Lady“, im Schnitt sind es 100 pro Jahr. Dazu kommen unzählige Stunden im Kraftraum. Sie sei eine „24-Stunden-Athletin“, sagt ihr Trainer und Ehemann Shane Tusup, dessen verrückte Jubelpose nach dem Olympia-Triumph ebenfalls um die Welt ging.

Im ungarischen Schwimmverband dürften sich dagegen nicht alle so ausgelassen gefreut haben. Anfang des Jahres hatte Hosszu den Verband bloßgestellt, indem sie einen Vertragsentwurf zur Fördervereinbarung für Olympia bei einer Pressekonferenz vor laufenden Kameras zerriss. Die Vereinbarung war an die Bedingung geknüpft, dass Hosszu zum Hauptwerbegesicht für die Schwimm-WM 2017 in Budapest wird. „Der Verband wollte mich damit bloß zum Schweigen bringen“, hatte die verbandskritische Schwimmerin damals gesagt.

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08.08.2016, 06:00 Uhr
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