Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Hunderte gehen für Legalisierung von Cannabis auf die Straße

"Die Zeiten ändern sich"

In mehreren Städte im Südwesten sind Menschen für die Legalisierung von Cannabis auf die Straße gegangen. Das Motto: "Zeiten ändern sich."

09.05.2016

Von EPD

Kämpfen für das Kiffen: Demonstranten auf dem "Global Marijuana March" in Stuttgart. Foto: dpa

Stuttgart. Hunderte Menschen sind am Samstag auch in Baden-Württemberg für die Legalisierung von Cannabis auf die Straße gegangen. In Stuttgart zählte die Polizei etwa 300 Teilnehmer. Die Veranstalter hatten zuvor mit 500 gerechnet. Bundesweit hatten Cannabisfreunde in vielen Städten für Samstag Demos zum "Global Marijuana March 2016" angemeldet.

Nach Einschätzung des Deutschen Hanfverbandes ist die Legalisierung von Cannabis nur noch eine Frage der Zeit. "Es kann jederzeit kommen, wenn verschiedene Faktoren zusammenfallen und der politische Wille da ist", sagte ein Sprecher in Berlin. Er rechne damit, dass es in der übernächsten Legislaturperiode soweit sei - "ich denke, in circa sieben Jahren".

Die Aktionen laufen unter dem Motto "Zeiten ändern sich", in Anspielung auf Gesetzesänderungen: So sollen etwa Schmerzpatienten Cannabis künftig auf Rezept in der Apotheke bekommen können.

Im Südwesten hat sich die scheidende Landesregierung aus Sicht des Hanfverbandes nicht für Kiffer stark gemacht. "Der gesellschaftliche Druck ist aber jetzt ein anderer", sagte der Verbandssprecher. Auch hier sehe man langsam, dass man sich mit dem Thema beschäftigen müsse. Die Jungen Liberalen forderten, die Drogenpolitik zu reformieren. "Wir setzen uns dafür ein, dass der Konsum und der Besitz von Cannabis für volljährige Personen legalisiert werden", sagte der Landesvorsitzende Marcel Aulila. Eine Legalisierung führe dazu, dass Schwarzmärkte eingedämmt und die Risiken durch Streckung mit minderwertigen Zusatzstoffen minimiert werden.

Auch im grün-schwarzen Koalitionsvertrag ist Cannabis ein Thema: "Wir werden uns deshalb in der Justizministerkonferenz für eine bundeseinheitliche Regelung im Hinblick auf die sogenannte ,geringe Menge bei Cannabis einsetzen", heißt es dort.

Zum Artikel

Erstellt:
9. Mai 2016, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
9. Mai 2016, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 9. Mai 2016, 06:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Lizenzierung.

Push aufs Handy

Die wichtigsten Nachrichten direkt aufs Smartphone: Installieren Sie die Tagblatt-App für iOS oder für Android und erhalten Sie Push-Meldungen über die wichtigsten Ereignisse und interessantesten Themen aus der Region Tübingen.

Newsletter

Um unsere Newsletter zu erhalten, müssen Sie sich anmelden oder als Benutzer kostenlos neu registrieren. Ihre Daten werden ausschließlich für die Newsletter verwendet - nur falls Sie auch weitere Angebote des Verlags Schwäbisches Tagblatt wählen, auch für diese.
Das Tagblatt in den Sozialen Netzen

Faceboook      Instagram      Twitter           Google+      Google+