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Weinbau

Die Winzer sind sehr zufrieden

Nur gegrillte Tollingertrauben trüben die Bilanz des Jahrgangs 2019, dessen Lese schon in vollem Gang ist.

17.09.2019

Von HANS GEORG FRANK

Opfer der Hitze: Trauben eines Bestands mit Trollinger. Foto: Hans Georg Frank

Freiburg/Weinsberg. Kilian Schneider (60), seit 2010 Präsident des Badischen Weinbauverbands, freut sich sehr über den Jahrgang 2019. „Sehr gut“, gibt er ihm als Note. „Die Winzer sind sehr zufrieden, wir freuen uns wahnsinnig.“ Jetzt noch ein paar kühle Nächte und warme Tage, „das wäre ideal“, sagte Schneider.

Zwar werde die Menge wohl etwas geringer ausfallen als im vergangenen Jahr, „aber wir haben absolut schöne Bestände“. Von den 15 500 Hektar Rebfläche zwischen Markgräflerland und Taubertal rechnet Schneider mit ungefähr 1,3 Mio. Hektoliter, im Vorjahr waren es 1,5 Mio. Hektoliter.

Auch über den Absatz macht sich der Präsident keine Sorgen. Die Nachfrage sei insgesamt gestiegen, was vor allem den „hervorragenden Qualitäten von 2018“ zu verdanken sei.

Hermann Hohl (63), seit 1991 an der Spitze des Weinbauverbands Württemberg, könnte eigentlich auch ziemlich optimistisch den 2019er einbringen. Aber ausgerechnet der Trollinger, der schwäbische Nationalwein, trübt die positive Bilanz. Die Sonne hat bei über 40 Grad an mehr als 20 Tagen viele Trauben gegrillt. Die dicken Beeren mit der dünnen Haut haben geradezu gekocht, sodass sich kein Tropfen mehr herauspressen lässt. Hohl, der selber 12 Hektar Weinberg bewirtschaftet, schätzt die Einbußen im 11 500 Hektar großen Anbaugebiet bei dieser Sorte auf rund 30 Prozent. Glücklicherweise gebe es noch Reserven vom Vorjahr.

Davon abgesehen ist auch Hermann Hohl „sehr zufrieden“, es handle sich beim 2019er um einen „Jahrgang nach Maß“. Er rechnet bei „hervorragender Qualität“ mit einer Quantität von 1 Mio. Hektoliter, das entspricht in etwa der üblicherweise verkauften Menge.

Agrarminister Peter Hauk (CDU), der die Weinbauverbände besuchte, will Landwirte bei Versicherungen gegen Wetterextreme unterstützen. Die Landeskasse soll bis zu 50 Prozent des Beitrags übernehmen, was etwa 6 Mio. EUR kosten würde. Die finanzielle Hilfe beim letzten Frost betrug 48 Mio. EUR. Hans Georg Frank

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Erstellt:
17. September 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
17. September 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 17. September 2019, 06:00 Uhr

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