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Geschwister-Scholl-Platz

Die Uni hat eine neue Adresse

Tübingen. Seit 1945, damals auf Geheiß der französischen Besatzungsbehörde, ist der Platz vor der Neuen Aula dem Gedenken an die Geschwister Hans und Sophie Scholl gewidmet, die ihren Widerstand gegen die Diktatur des Nationalsozialismus als Studenten in der Organisation „Weiße Rose“ mit dem Leben bezahlten. Der „Schollplatz“ wurde 1963 vom Tübinger Gemeinderat auf Anregung des damaligen Allgemeinen Studentenausschusses (Asta) und des Kleinen Senats der Universität „Geschwister-Scholl-Platz“ benannt. Nur in der Adressbezeichnung der Neuen Aula als zentralem Universitätsgebäude kam dieser Platz nicht vor.

09.10.2009

Bis vor kurzem hieß die offizielle zentrale Uni-Anschrift „Wilhelmstraße 7“. Vor kurzem hat nun das Rektorat im Einvernehmen mit der Stadtverwaltung beschlossen, dass als Universitätsadresse künftig „Geschwister-Scholl-Platz“ gilt. Briefköpfe und Internet-Auftritt wurden entsprechend geändert. Den Anstoß zu dieser Adressänderung gab der TAGBLATT-Redakteur und Nationalsozialismus-Forscher Dr. Hans-Joachim Lang vor zwei Jahren in einem Festvortrag zum „Dies Universitatis“, der von den jüdischen Studenten an der Eberhard-Karls-Universität handelte. „Der Erinnerung Namen geben“ – diese Mahnung des Vortragstitels wurde nun eingelöst. In der Nazi-Zeit hieß der Platz übrigens „Langemarck-Platz“ in Erinnerung an eine verlustreiche Schlacht des Ersten Weltkriegs in Belgien im November 1914, die schon damals, erst recht aber von den Nationalsozialisten propagandistisch als patriotischer Opfergang stilisiert und zu einem nationalen Helden-Mythos umgedeutet wurde.upf / Bild: Sommer

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Erstellt:
9. Oktober 2009, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
9. Oktober 2009, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 9. Oktober 2009, 12:00 Uhr

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