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Vorsichtig distanziert

Die Stiftung, der Rat und der Spielplatz

80 Stifter und Spender, 153.000 Euro Kapital, davon 33.000 verbrauchbares Vermögen: Die Zahlen, die Wolfgang Braun als Vorstand der Bürgerstiftung dem Gomaringer Gemeinderat vorlegte, waren beeindruckend. Am Dienstagabend war er mit seinem Co-Vorsitzenden Willi Kemmler in der Sitzung, um für Unterstützung bei der Neugestaltung des zentralen Haldenspielplatzes zu werben.

01.10.2015
  • Mario Beisswenger

Die Äußerungen im Rat zu dem Vorschlag waren aber, man könnte sagen, vorsichtig distanziert. Es entstand der Eindruck, dem Rat ist der Elan, den die Stiftung vorlegt, verdächtig, eher so Richtung Überrumpelungs-Taktik.

GL-Rätin Petra Rupp-Wiese jedenfalls kam sich als Gemeinderätin nur mehr wie Beiwerk vor. „Als ob wir ein schlechtes Gewissen haben müssten, wenn wir ein Mitspracherecht haben wollen.“ Geo Pflumm erinnerte für die Freien Wähler, dass der Rat das Gelände 2013 selbst überplant habe. „Wir möchten nicht darauf verzichten.“ Alleingänge der Stiftung werde seine Fraktion nicht zulassen.

Braun verstand den Einwand nicht ganz: „Wenn der Gemeinderat den damaligen Plan ausführen wird, dann können wir unser Engagement sparen.“ Was passiere dann aber mit dem Elan der Stiftung? „Mir geht es bei der Stiftung darum, dass Kommunikation und Gemeinschaft stattfindet.“ Deshalb, als Nachfolgeprojekt des Baus der Gomaringer Bänkle, habe man sich dem Haldenplatz zugewandt. Bürgermeister Steffen Heß warb für die Stiftung. „Wir wären ungeschickt, wenn wir das Angebot der Stiftung rauslassen würden.“ 2013 habe der Rat schließlich die Pläne zurückgestellt, weil die 350.000 Euro für dringendere Projekte wie Schloss-Scheuer oder Dienstleistungszentrum gebraucht werden.

20.000 Euro will die Stiftung investieren, Spender für einzelne Spiele für den Haldenplatz gewinnen, Experten im Ort zusammenführen und Zeitstifter, die dann auch konstruieren und bauen. „Wir wollen auch ungewöhnliche Ideen entwickeln können“, warb Braun. „Das muss aber besser sein als die bisherigen Pläne.“ Mal um Mal wiederholten die beiden Stiftervertreter, dass der Gemeinderat natürlich die entscheidende Instanz im Ort sei. „Wir wollen aber nicht viel Zeit investieren und am Ende heißt es: Wir machen es ganz anders“, sagte Kemmler.

Wie das Vorgehen nun genau aussieht zwischen Verwaltung, Rat und Ideen-, Arbeitskraft- und Geldgeber wurde am Dienstagabend nicht deutlich. Nach mehrfachen gegenseitigen Bekundungen des Respekts voreinander verebbte die Aufregung dann aber wieder. „Wir sind ja keine Unmenschen. Wir werden uns nicht quer stellen“, sagte Pflumm.

Heß bekam dann sogar noch ein einstimmiges Votum dafür, dass die Gemeinde kommendes Jahr 40.000 Euro ausgibt, um einige Wege im Haldenplatz einzurichten. „Die Stiftung hat geliefert, wir sollten das der Stiftung zutrauen“, sagte er. Alles andere wäre ja auch ungeschickt.

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01.10.2015, 12:00 Uhr
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