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Die Spur

Die Spur

Ein Genremix aus komischer Detektivstory, spannendem Ökothriller und feministischem Märchen um eine mysteriöse Mordserie an Jägern.

Die Spur
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Pokot
Polen, Deutschland, Tschechien, Schweden, Slowakei 2017

Regie: Agniezka Holland
Mit: Agniezka Mandat, Wiktor Zborowski, Miroslav Krobot

128 Min. - ab 12 Jahren

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09.01.2018

Von Dorothee Hermann

Die ausgedehnten Wälder im polnisch-tschechischen Grenzgebiet wirken unberührt. Doch regelmäßig zerreißen Schüsse die Stille. Dann sind wieder einmal die Jäger der Gegend angerückt, um alles abzuknallen, was ihnen vor die Flinte kommt: Wildschweine, Rehe, Feldhasen oder Füchse. Andererseits bietet die abgelegene Gegend der Einsiedlerin Janina Duszejko (sehr überzeugend: Agniezska Mandat) Zuflucht. Sie lebt mit ihren beiden Hunden in einem gemütlich verkruschtelten Haus und führt einen einsamen Kampf gegen die Machos mit den Gewehren und den Geländewagen.

Der Film der polnischen Regisseurin Agnieszka Holland („Hitlerjunge Salomon“) spielt mit der mörderischen Spannung, die entsteht, wenn die gegensätzlichen Sphären einander in die Quere kommen. Als Vorlage diente der Roman „Der Gesang der Fledermäuse“ von Olga Tokarczuk. Die Tiere des Waldes sind darin dem Menschen (beinahe) ebenbürtig.

Doch der Berlinale-Winner und polnische Oscar-Kandidat wäre noch stimmiger, wenn er abseits der großartigen Landschaftsaufnahmen nicht ein bisschen zerfahren wirkte – so dass die Natur nur Kulisse bleibt für eher eindimensionale Figuren. Der Film spiegele „die Spaltung der polnischen Gesellschaft“, sagte die Regisseurin der britischen Tageszeitung „The Guardian“: Autoritärer Machismo (Jäger oder Wilderer beziehungsweise die nationalistischen Populisten der derzeitigen polnischen Regierungspartei) versus Frauenrechte und Umweltschutz. Ursprünglich als phantastische Szenerie gedacht, sei der Film von der Wirklichkeit eingeholt worden. Weibliche Selbstbestimmung gibt es in einem solchen Umfeld nur, wenn frau sie sich nimmt. Das gelingt der älteren Außenseiterin leichter als der jungen Betreiberin eines Trödelladens.

Der polnische Öko-Thriller „Pokot – Die Spur“ eröffnete das Filmfest von Terre des Femmes im vergangenen Jahr.

Esoterisch angehauchter Thriller um eine einsiedlerische Waldbewohnerin, die mit einer Mordserie konfrontiert ist.

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Erstellt:
9. Januar 2018, 00:18 Uhr
Aktualisiert:
9. Januar 2018, 00:18 Uhr
zuletzt aktualisiert: 9. Januar 2018, 00:18 Uhr

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