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Von armen Dörfern zu modernen Gemeinden

Die Schönbuchgemeinden: Dettenhausen, Pliezhausen, Walddorfhäslach

Landschaftlich reizvoll am Rande des Schönbuchs gelegen, ebenso zentral und verkehrsgünstig zwischen Stuttgart, Böblingen, Tübingen und Reutlingen, schaffen die drei Gemeinden Dettenhausen, Pliezhausen und Walddorfhäslach heute ein attraktives Umfeld für Wohnen und Arbeiten.

23.02.2019

Von ST

Das Titelbild stammt aus der Kieser’schen Forstlagerkarte, diese gilt als erstes Werk zur Landesvermessung in Württemberg. Es ist die erste bekannte Abbildung von Dettenhausen, etwa um 1685. Archivbild: RZW

Das war nicht immer so. Die drei Dörfer, deren Ursprünge wohl bis in das 7. Jahrhundert zurückreichen, waren bis nach Ende des Zweiten Weltkriegs arm und abgeschieden. Wie mühsam und schwierig sich das Leben und der Broterwerb für die Bevölkerung in früheren Zeiten gestaltete, können Besucher im Schönbuchmuseum erfahren. Erst die Nachkriegszeit mit der Entwicklung des örtlichen Handwerks und der Ansiedlung von mittelständischen Unternehmen brachte den Orten Wohlstand und Wachstum und machte sie zu dem, was sie heute sind: Moderne Gemeinden mit guter Infrastruktur, hoher Lebensqualität und einem regen Vereinsleben.

Entscheidende Weichen auf dem Weg in die Moderne wurde unter anderem mit der effektiven Verkehrsanbindung an den öffentlichen Nahverkehr und dem Ausbau der B27 erreicht. Die 1996 wieder in Betrieb genommene Schönbuchbahn ist ebenfalls zu einem wichtigen Faktor für die regionale Infrastruktur geworden: Sie bringt Fahrgäste in 24 Minuten von Dettenhausen nach Böblingen, von wo es mit der S-Bahn nach Stuttgart weitergeht. Zu den herausragenden Infrastruktureinrichtungen in Dettenhausen gehören das Altenzentrum, das kleine, aber feine Freibad, das Bürgerhaus, eine große Sport- und Versammlungshalle und hervorragende Anlagen für den Rasen- und Tennissport.

Stark gewachsen ist auch Pliezhausen in den siebziger Jahren. Es entstand die neue Ortsmitte, das Schulzentrum mit Mediothek, die Sporthalle. Von 1980 an wurde der Schulberg neu bebaut. Schönbuchstadion, Clubheim, Tennisplätze, Tennishalle, Reithalle, Spiel- und Bolzplätze entstanden nebenher. Die Gemeinde gehörte ursprünglich zum Oberamt Urach, kam 1842 zum Oberamt Tübingen und im Rahmen der Kreisreform Baden-Württemberg 1973 zum Landkreis Reutlingen. Die ursprüngliche Gemeinde Pliezhausen besteht aus den Ortsteilen Pliezhausen, Dörnach und Gniebel. Nach der Eingemeindung von Rübgarten am 9. Mai 1975 entstand die Gemeinde Pliezhausen in der heutigen Form.

Wie die anderen Dörfer waren auch Walddorf und Häslach über viele Jahrhunderte landwirtschaftlich geprägt. Darüberhinaus spielte die Leinenweberei in Walddorf bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts eine große Rolle. Seit Anfang des 18. Jahrhunderts hat Walddorf die Berechtigung, Jahrmärkte abhalten zu dürfen und ist damit Marktgemeinde. Heute noch werden in der Regel vier Krämermärkte im Jahr abgehalten. Am 1. April 1972 vereinigten sich Häslach und Waldorf zur neuen Gemeinde Walddorfhäslach. Hauptziel war, die kommunale Selbstständigkeit zu bewahren. Im Zuge der Kreisreform wechselte Walddorfhäslach vom Landkreis Tübingen zum Landkreis Reutlingen.


Eine interaktive Karte mit allen Zeitreise-Stationen gibt es unter zeitreise.tagblatt.de.

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Erstellt:
23. Februar 2019, 08:57 Uhr
Aktualisiert:
23. Februar 2019, 08:57 Uhr
zuletzt aktualisiert: 23. Februar 2019, 08:57 Uhr

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