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Saarland-Wahl

Die Rivalin im Nacken

Annegret Kramp-Karrenbauer (56), die seit August 2011 das Saarland regiert, galt bis vor kurzem noch als Anwärterin für höchste Ämter in Deutschland, jetzt aber muss sie fürchten, bei der Landtagswahl am kommenden Sonntag als Ministerpräsidentin abgelöst zu werden.

24.03.2017

Von GUNTHER HARTWIG

Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) regiert schon seit 2011 das Saarland. Foto: dpa

Berlin. Viele Parteifreunde in der CDU sahen „AKK“, wie ihr gern gebrauchtes Kürzel lautet, im Vorfeld der Bundespräsidentenwahl im Februar sogar als mögliche Kandidatin der Union für Schloss Bellevue, andere halten die Juristin und Hobby-Büttenrednerin („Putzfrau Gretel“) unverändert für eine denkbare Nachfolgerin von CDU-Chefin Angela Merkel. Diese Perspektive könnte sich nun erledigen, falls die von Kramp-Karrenbauer angeführte CDU beim aktuellen Kopf-an-Kopf-Rennen mit der SPD unterliegt oder die Sozis sich von ihrem bisherigen Koalitionspartner abwenden und ein Bündnis mit der Linkspartei eingehen.

Nicht nur für Kramp-Karrenbauer wäre dieses Szenario ein Debakel, auch die Bundes-CDU verlöre dann einen ihrer nur noch vier Ministerpräsidentenposten in den Ländern. Die Bundeskanzlerin ist in diesen Wochen gleich mehrfach ins Saarland gereist, um ihrer Vertrauten aus dem Parteipräsidium den Rücken zu stärken. Sollte die Union gleich bei der ersten von drei Landtagswahlen in diesem Frühjahr eine Schlappe erleiden, wäre das mehr als ein Menetekel für die Bundestagswahl im September.

Dabei schien bis zum Jahreswechsel für die im Land sehr beliebte Regierungschefin alles in bester Ordnung. Die CDU lag deutlich vor dem Juniorpartner SPD, Annegret Kramp-Karrenbauer weit vor SPD-Spitzenkandidatin Anke Rehlinger, die zugleich stellvertretende Ministerpräsidentin in der schwarz-roten Koalition ist. Dann aber kam Martin Schulz – und plötzlich holten die Genossen und die Herausforderin auf. Nach Rheinland-Pfalz, wo vor einem Jahr Malu Dreyer (SPD) ihr Amt gegen Julia Klöckner (CDU) knapp verteidigte, kämpfen an der Saar erneut zwei Frauen um die Spitzenposition – ein offenes Rennen bis zuletzt. Gunther Hartwig

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Erstellt:
24. März 2017, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
24. März 2017, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 24. März 2017, 06:00 Uhr

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