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Kein Streit mehr um Eschenburg

Die Politologenvereinigung hat jetzt allerdings ein neues Konfliktfeld

Ein Kriegsbeil begraben, ein anderes hervorgeholt: Auf dem jüngsten Kongress der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW) blieb die Vorsitzende Gabriele Abels vorerst ohne Nachfolger.

06.10.2015
  • Hans-Joachim Lang

Duisburg. Die an Mitgliedern seit ihrem letzten Kongress vor drei Jahren in Tübingen etwas geschrumpfte Politologenvereinigung befriedete ihren lebhaft ausgetragenen Eschenburg-Streit, der bei der letzten Verleihung eines „Theodor-Eschenburg-Preises“ ausgebrochen war. Der amerikanische Soziologe Jeffrey Olick blickte nun in einem Sonderplenum auf den Konflikt zurück, strukturierte die Debatte, indes ohne am Ende Position zu beziehen.

Dies tat Prof. Ulrich von Alemann, der die Benennung des Preises nach Eschenburg vorgeschlagen hatte. Er würde es wegen der NS-Verstrickung Eschenburgs heute nicht mehr tun, sagte er, dessen Nachkriegsleistung sei gleichwohl anerkennungswert.

Damit schien der Haussegen wieder hergestellt, lässt man beiseite, dass in den letzten drei Jahren fünf ehemalige DVPW-Vorsitzende und weitere Mitglieder wegen des Eschenburg-Konfliks austraten. Einvernehmlich debattierte das Plenum über das ausgewiesene Hauptthema, die Auswüchse des Sicherheitsdenkens in Staat und Politik.

Mit Genugtuung nahm die Tübinger Politikwissenschaftlerin Gabriele Abels großen Beifall am Ende ihrer schwierigen dreijährigen Amtszeit als DVPW-Vorsitzende entgegen. Neuer Streit brach indes bei der Wahl des Nachfolgers aus. Mit nur knapp 54 Prozent der Stimmen wurde Michael Zürn gewählt, ein Berliner Politologe mit Tübinger Wurzeln. Doch als der anschließend gewählte sechsköpfigen Vorstand seinem Zuschnitt nicht entsprach, trat er, Scherben hinterlassend, vom Amt wieder zurück. Zu den Neuen gehört der Tübinger Politikwissenschaftler Rolf Frankenberger. Er sieht weniger einen Richtungsstreit als vielmehr persönliche Verletzungen, befürchtet gleichwohl neue Austritte.

Bilder: Sommer/Privat

Die Politologenvereinigung hat jetzt allerdings ein neues Konfliktfeld

Die Politologenvereinigung hat jetzt allerdings ein neues Konfliktfeld
R. Frankenberger

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06.10.2015, 12:00 Uhr
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