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Robben zittert als Zuschauer

Die Niederländer brauchen im Endspurt der EM-Qualifikation zwei Siege

Die große sportliche Schmach steht kurz bevor. Nur noch zwei Siege können das peinliche Aus der Niederländer in der EM-Qualifikation noch verhindern. Zusätzlich benötigt die "Elftal" aber auch Schützenhilfe.

09.10.2015
  • SID

Astana/München Der angeschlagene Arjen Robben schuftet akribisch für sein Comeback, doch beim erhofften Fußball-Wunder seiner "Elftal", wie die Nationalmannschaft genannt wird, kann der Superstar von Bayern München noch nicht mithelfen. Der Kapitän der niederländischen Fußball-Nationalmannschaft dürfte bibbernd und zitternd vor dem Fernseher sitzen, während sich Oranje mit einem Sieg am morgigen Samstag in Kasachstan (18 Uhr) wenigstens die Rest-Chance auf die Playoff-Spiele im November erhalten möchte.

Es geht nur noch darum, die EM-Endrunde in Frankreich im kommenden Jahr durch die Hintertür zu erreichen, die direkte Qualifikation haben die Niederländer mit den desaströsen Pleiten im September gegen Island (0:1) und die Türkei (0:3) vergeigt. Schalkes Torjäger Klaas-Jan Huntelaar ist dennoch überzeugt: "Wir schaffen es." Am Samstag wie auch am Dienstag in Amsterdam gegen die bereits qualifizierten Tschechen bedeutet aber vermutlich schon ein Ausrutscher das endgültige Aus.

Dass die Türken als Dritter zwei Punkte vor dem Team von Danny Blind, 54, liegen und auch im direkten Vergleich im Vorteil sind, verdanken die Niederländer dem Offenbarungseid am 6. September in Konya, der in der Heimat wahlweise als "peinlich", "demütigend" oder "blamabel" gewertet worden war. "Natürlich müssen wir beide Spiele gewinnen, und sogar dann haben wir es nicht selbst in der Hand", sagte der neue Bondscoach. "Die Türken werden verlieren", setzte Huntelaar trotzig hinzu.

Auch Blind vermochte die Trendwende nicht einzuleiten, nachdem Guus Hiddink im Sommer desillusioniert hingeschmissen hatte. Im Gegenteil: Der WM-Dritte von Brasilien bot erst Recht Anlass für Grundsatzdiskussionen, Blind steht enorm unter Druck. Ein EM-Aus würde er wohl nicht überstehen. "Sie spielen nicht gut, sie machen Fehler, die man nicht machen darf. Das sieht man fast im gesamten niederländischen Fußball", sagte etwa Legende Johan Cruyff diese Woche in Berlin.

Zuletzt hatten die Niederländer vor 13 Jahren ein großes Turnier verpasst, bei der EM fehlten sie letztmals 1984 und gerade nach der Erweiterung des Teilnehmerfeldes (von 16 auf 24) schien ein erneuter derartiger "Gau" unvorstellbar. Doch jetzt muss sich die stolze Fußball-Nation an einen Strohhalm klammern. "Es ist eine schwierige Situation, aber es gibt noch Hoffnung", meinte Frank Rijkaard, Mitglied der Europameister 1988 um Marco van Basten und Ruud Gullit.

Deren einstiger Widersacher Lothar Matthäus zeigte sich zuletzt bei Sky "erschrocken, wie schlecht Holland ist. Alles, was dazugehört, haben sie vermissen lassen. Ich glaube, dass sie in Frankreich fehlen werden", mutmaßte der deutsche Rekordnationalspieler.

Dass nun ausgerechnet Robben in dieser überaus heiklen Phase nicht zur Verfügung steht, ist ein zusätzlicher Nachteil. Den 31-Jährigen kann Oranje derzeit nicht gleichwertig ersetzen.

Insgesamt fehlen elf Spieler inklusive der gesperrten Gregory van der Wiel und Bruno Martins Indi. Außerdem ist Robin van Persie vor seinem 100. Länderspiel nicht in bester Form.

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09.10.2015, 12:00 Uhr
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