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Die Figurenwelt des Armin Mueller-Stahl
Armin Müller-Stahls Selbstbildnis als Thomas Mann. Foto: Hans Georg Frank
Künstler durch und durch

Die Figurenwelt des Armin Mueller-Stahl

Als Schauspieler wurde Armin Mueller-Stahl mit Preisen geradezu überhäuft. Dass er auch ein genialer Maler ist, beweist eine Ausstellung in Heilbronn.

09.08.2016
  • HANS GEORG FRANK

Heilbronn. Lange hatte Armin Mueller-Stahl (85) eines seiner künstlerischen Talente versteckt. Erst mit 70 Jahren ließ er die Öffentlichkeit an seinem Talent als Maler teilhaben. Für die Ausstellung hätte einer der besten deutschen Schauspieler keinen besseren Ort aussuchen können – das Filmmuseum Babelsberg.

Jetzt ist eine repräsentative Auswahl mit 160 Werken in Heilbronn zu sehen. Viele der bisher 2000 Besucher sind verblüfft. Sie wissen um das Genie vor der Kamera, sie haben auch schon gehört, dass der studierte Konzertgeiger ein exzellenter Musiker ist, einige können seine Bücher („Verordneter Sonntag“, „Unterwegs nach Hause“). „Aber dass er ein so begnadeter Maler ist, das ist mir neu“, ist zwischen „Urfaust“-Zyklus und Promi-Köpfen zu hören.

Gerade die Porträts mit ihrer lässigen Linienführung vermitteln einen Einblick in Mueller-Stahls Stil. Wie er als Schauspieler seine Figuren nur so weit verkörpert, dass der Zuschauer sich deren Persönlichkeit selber weiterspinnen kann, belässt er es als Maler bei einer bewussten Unvollständigkeit: Hesse fehlt der Hinterkopf, Hölderlins Augen sind kaum erkennbar verschattet, Kunstschreck Beuys wirkt ohne rechte Gesichtshälfte noch rebellischer. Nicht Details sind wichtig, das Flüchtige kommt dem Charakter von Bruckner oder Schiller (vielleicht mit einer etwas zu klein geratenen Nase) viel näher. Sparsame Striche lassen dem philosophischen Quartett (Adorno, Wittgenstein, Kant, Blumenberg) Platz für ihre Gedanken.

Sich selber kann er im Giclée-Print reduzieren auf ein Auge, den Schnauzer und den Mund. Gibt er sich als Thomas Mann mit der unvermeidlichen Zigarre, scheinen in dieser Farbradierung alle seine Talente zu verschmelzen: Maler, Mime, Schriftsteller, die Musik lässt sich leicht dazu fantasieren.

Info Die Ausstellung ist bis 16. September bei freiem Eintritt in der Kreissparkasse Heilbronn zu sehen. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 bis 17.30 Uhr, donnerstags bis 18 Uhr, sonntags 13 bis 17 Uhr.

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09.08.2016, 06:00 Uhr
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