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Vermögen

Die Deutschen sind so reich wie nie zuvor

Trotz Zinsflaute ist das Geldvermögen auf Rekordhoch. Immobilienwerte zählen nicht dazu.

16.07.2019

Von DPA

Frankfurt/Main. Die Menschen in Deutschland haben trotz der Zinsflaute in der Summe so viel auf der hohen Kante wie nie. Das Geldvermögen der privaten Haushalte in Form von Bargeld, Wertpapieren, Bankeinlagen sowie Ansprüchen gegenüber Versicherungen stieg im ersten Quartal auf den Rekordwert von rund 6170 Mrd. EUR, wie die Deutsche Bundesbank in Frankfurt mitteilte. Das war ein Plus von gut 153 Mrd. EUR oder 2,6 Prozent gegenüber dem Schlussquartal 2018.

„Die privaten Haushalte erhöhten vor allem ihre Bestände an Bargeld und Einlagen sowie ihre Ansprüche gegenüber Versicherungen“, berichtet die Notenbank. Hinzu kam die Erholung an den Aktienmärkten. Ende vergangenen Jahres hatte die Börsenflaute noch einen Rückgang des Geldvermögens verursacht. Abzüglich der Schulden stieg das Geldvermögen im Vergleich zum Vorquartal aber deutlich um gut 136 Mrd. auf 4360 Mrd. EUR.

Auch wenn Banken und Sparkassen – wenn überhaupt – nur noch spärliche Zinsen bieten, sind Bargeld sowie Einlagen bei Kreditinstituten weiter sehr beliebt. Dazu zählen zum Beispiel Giro-, Tagesgeldkonten oder Festgeldkonten. Unter dem Strich verlieren die Sparer bei steigender Inflation in der Zinsflaute damit Geld. Bei Bedarf können die Bestände allerdings rasch umgeschichtet werden.

Ende März steckten insgesamt 2494 Mrd. EUR in Bargeld und Einlagen, dazu kamen 38,7 Mrd. EUR im ersten Quartal. Erstmals seit mehr als vier Jahren legten die Bundesbürger dabei auch wieder mehr Geld in Sparbüchern und Sparbriefen an.

Ebenfalls weit oben auf der Beliebtheitsskala der Bundesbürger stehen weiterhin Lebensversicherungen und andere Vorsorge fürs Alter. Hier erhöhten sich die Bestände zum Vorquartal um 19,6 Mrd. auf 2294 Mrd. EUR.

Zwar legten die Bundesbürger mehr Geld in Aktien oder Fonds an. Im Vergleich zu anderen Anlageformen ist der Anteil aber gering. In der Summe steckten Ende März 632,5 Mrd. EUR in Aktien und sonstigen Anteilsrechten sowie 596,9 Mrd. in Investmentfonds.

Im Gegensatz zu Sparern profitieren Kreditnehmer von der Zinsflaute. Die privaten Haushalte nutzten die niedrigen Zinsen auch Anfang 2019, um sich günstig Geld von der Bank zu verschaffen – vor allem für den Wohnungsbau. Insgesamt stiegen die Verbindlichkeiten der Privathaushalte um etwa 17 Mrd. EUR auf 1809 Mrd. des ersten Quartals.

Die Bundesbank berücksichtigt bei der Berechnung des Geldvermögens Bargeld, Bankeinlagen, Wertpapiere und Ansprüche an Versicherungen – nicht jedoch Immobilien. Wie das Vermögen verteilt ist, geht aus den Daten nicht hervor. Friederike Marx

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Erstellt:
16. Juli 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
16. Juli 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 16. Juli 2019, 06:00 Uhr

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