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Zünftig auf der Wiesn: Ein Prosit dem strahlenden Sieger

Die Bayern präsentieren sich vor dem Hit in der Liga selbstbewusst

Mit dem traditionellen Besuch auf dem Oktoberfest stimmen sich die Münchner auf das Topspiel gegen Dortmund ein. Gelingt es ihnen, die Siegesserie auszubauen, droht der Konkurrenz der erneute Alleingang.

01.10.2015
  • ARMIN GRASMUCK

München Die Stippvisite des FC Bayern auf der Wiesn ist seit einigen Jahren ein professionell geplanter Pflichttermin. Im gediegen zünftigen Ambiente des Käferzelts posieren die Stars des Rekordmeisters für die Fotografen. Hoch den Maßkrug! Her mit der riesigen Brezl! Und ran an die fein bis deftig dekorierten Brotzeitbrettl! Die Münchner Profis sitzen mit ihren Familien an den Tischen, mancher trinkt das Bier alkoholfrei oder, ganz bewusst und ungeniert, die Apfelschorle aus dem Humpen. Spätestens wenn die Kinder plägen, drängen die ersten zum Aufbruch. Vorbei sind die Zeiten, als die Spieler der Bayern sich über den leidenschaftlichen Einsatz auf dem Oktoberfest noch den Stammplatz für die Partie am Wochenende sichern konnten.

Der Letzte, der auffällig wurde, war Claudio Pizarro. Ihn tauften die Münchner Medien kurzerhand "Promille-Pizza" - weil er zu viel getrunken hatte, dann mit dem Auto von der Wiesn nach Hause gefahren und schließlich von der Polizei gestoppt worden war. "Früher konnten wir uns unerkannt auf die Wiesn schleichen und auch mal eine Mass mehr über den Durst trinken", sagte Uli Hoeneß unlängst. "Das ist heute undenkbar. Wenn dich einer mit dem Handy fotografiert, geht das Bild in fünf Minuten um die ganze Welt." Der ehemalige Präsident der Bayern, aufgrund von Steuerdelikten verurteilt und derzeit auf Freigang, macht auch aus diesem Grund einen großen Bogen um das Festgelände auf der Theresienhöhe. Dagegen marschierten die Profis aus dem aktuellen Kader gestern mit breiter Brust in das Festzelt. Das souverän herausgespielte 5:0 im Heimspiel der Champions League am Abend zuvor gegen Dinamo Zagreb war der perfekte Appetitanreger. Auch wirkt die Wiesn-Bilanz, rein sportlich betrachtet, in diesem Jahr imposant: Vier Siege in vier Spielen bei 16:1 Toren erreichten die Bayern während der Oktoberfestzeit. "Wir werden sicher das eine oder andere Bierchen genießen", sagte Thomas Müller vor seiner Ankunft auf der Wiesn. "Aber wir hauen uns da jetzt nicht weg."

Für die Bayern gilt es, den Blick klar und die Beine frisch zu halten für das Spitzenspiel in der Bundesliga. Am Sonntag ist Borussia Dortmund, der Tabellenzweite, zu Gast in der Allianz Arena - eine Partie von entscheidendem Charakter. Gelingt es den Münchnern, die Siegesserie auszubauen, droht der Liga erneut ein Alleingang im Kampf um die Meisterschaft. Dagegen können die wieder erstarkten Dortmunder mit einem Auswärtssieg bis auf einen Punkt an den Tabellenführer heranrücken. "Das wird ein hochinteressantes Spiel", sagte Müller. "Man hat das Gefühl, ganz Fußball-Deutschland schaut Richtung Sonntag. Es wird heiß hergehen."

Der Blick in die Vergangenheit belegt, dass die Bayern während der Wiesn-Zeit durchaus schlagbar sind. Unter Trainer Louis van Gaal unterlagen sie vor fünf Jahren beim Gastspiel in Dortmund 0:2, der fest eingeplante Besuch auf dem größten Volksfest der Welt wurde damals kurzerhand abgesagt.

Die Bayern präsentieren sich vor dem Hit in der Liga selbstbewusst
Bayerns neuer Publikumsliebling auf der Wiesn: Douglas Costa (rechts) amüsierte sich mit Thiago und den anderen Kollegen im Festzelt. Foto: Bongarts

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01.10.2015, 12:00 Uhr
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