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Medizin

Dicke Luft schlägt auf die Psyche

Forscher finden einen Zusammenhang von Luftqualität und psychiatrischen Krankheiten.

22.08.2019

Von DPA

Chicago/Marburg. Luftverschmutzung beeinflusst möglicherweise die Häufigkeit psychischer Erkrankungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie mit Gesundheits- und Umweltdaten aus den USA und Dänemark. Die Wissenschaftler um Atif Khan und Andrey Rzhetsky von der Universität Chicago fanden in Regionen mit besonders schlechter Luftqualität erhöhte Fallzahlen für bipolare Störungen und andere Erkrankungen, berichten sie im Fachjournal „PLOS Biology“.

Für die USA hatten die Forscher Daten von Krankenversicherungen für 151 Millionen Menschen auf psychiatrische Erkrankungen untersucht. Diese Daten glichen sie mit der Luftqualität des jeweiligen Wohnbezirks ab.

Ergebnis: In Regionen mit der schlechtesten Luftqualität erkrankten sechs Prozent mehr Menschen an einer schweren Depression als in denen mit besonders guter Luft. Bei der bipolaren Störung war das Erkrankungsrisiko sogar um 27 Prozent erhöht.

In Dänemark werteten die Forscher die Daten von 1,4 Millionen Menschen aus. Ergebnis: Die Rate schwerer Depressionen lag in Gebieten mit der höchsten Luftbelastung um gut 50 Prozent höher als in den besonders sauberen Gegenden, die für Persönlichkeitsstörungen sogar um 162, die für Schizophrenie um 148 und die für die bipolare Störung um 24 Prozent höher. dpa

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Erstellt:
22. August 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
22. August 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 22. August 2019, 06:00 Uhr

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