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Branchenverband rechnet für das laufende Jahr mit Stagnation

Dezember rettet Maschinenbauer-Bilanz

Die deutschen Maschinenbau-Unternehmen haben im Dezember noch viele große Aufträge bekommen. Ihr Verband VDMA bleibt aber vorsichtig für 2016. Neben vielen Chancen gibt es auch erhebliche Gefahren.

02.02.2016

Von DPA

Mit mehr als einer Million Beschäftigten gilt der Maschinen- und Anlagenbau als größter industrieller Arbeitgeber in Deutschland. Die Branche sieht sich einem Mix aus Chancen und Problemen gegenüber. Foto: dpa

Frankfurt. Ein kräftiger Bestellschub aus dem Ausland hat dem deutschen Maschinenbau die Bilanz für 2015 gerettet. Unter dem Strich lag der Wert der neuen Order für das Gesamtjahr 1 Prozent über dem Wert aus dem Jahr 2014, wie der Branchenverband VDMA berichtete. Dieser reale Zuwachs stammte sowohl aus dem Inland als aus dem Ausland. "Das ist nicht gerade berauschend, aber es zeigt sehr gut die Seitwärtsbewegung im Maschinenbau", erklärte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers.

Trotz der leicht positiven Orderentwicklung im vergangenen Jahr bleibt der Verband bei seiner vorsichtigen Prognose für die Produktion. Danach werde es im laufenden Jahr erneut eine Stagnation ohne reale Produktionssteigerung geben.

Die Auftragseingänge im baden-württembergischen Maschinenbau haben sich dagegen im Vergleich zum Vorjahresmonat weiter abgeschwächt. Sie unterschritten das Vorjahresniveau um 10 Prozent. Dabei schlugen die Auftragseingänge aus dem Inland mit minus 15 Prozent besonders stark zu Buche. Der Euroraum liegt mit einem Plus von 25 Prozent dagegen weiterhin sehr deutlich im positiven Bereich.

In Baden-Württemberg war der Dezember ein schwacher Monat. Dennoch sieht der VDMA-Geschäftsführer im Land Dietrich Birk den Maschinenbau auf einem guten Weg. "Auch wenn sich ein schwächeres viertes Quartal 2015 abzeichnet, werden die Gesamtziele für 2015 aller Voraussicht nach erreicht werden: Wir liegen klar im Plusbereich und besser als 2014."

Mit mehr als 1 Mio. Beschäftigten gilt der Maschinen- und Anlagenbau als größter industrieller Arbeitgeber in Deutschland. Die Branche sieht sich einem Mix aus Chancen und Problemen gegenüber.

Bremseffekt China Die Schwäche wichtiger Märkte wie China bremst die extrem exportorientierten Maschinen- und Anlagenhersteller erheblich, denn das Riesenreich ist ein gewaltiger Absatzmarkt für Maschinen "Made in Germany".

Bremseffekt Russland Die seit 2014 wirksamen Sanktionen haben in den Bilanzen der deutschen Maschinenbauer deutliche Spuren hinterlassen. Der Maschinen-Export ging um 3 Mrd. EUR auf 5 Mrd. EUR zurück.

Entlassung und Risiko Ölpreis Der Absturz des Ölpreises senkt die Energiekosten bei der Produktion. Zugleich setzt er die Ölindustrie als Kunden der Maschinenbauer unter Druck. Die Folge: Investitionen werden verschoben.

Rückenwind Euro Durch den Kurs-Rückgang der Gemeinschaftswährung werden deutsche Produkte auf dem Weltmarkt tendenziell billiger. Das kann die Nachfrage ankurbeln.

Hoffnung Iran Das Land hat nach dem Ende der Sanktionen großen Nachholbedarf, es fehlt überall an modernen Maschinen, Anlagen und Komponenten. Daher hofft die Branche auf steigende Nachfrage.

Hoffnung TTIP In den Verhandlungen zwischen den USA und der Europäischen Union ist dem Maschinenbau ein eigenes Kapitel vorbehalten. Der VDMA verspricht sich einen deutlich verbesserten Zugang zum US-Markt.

Hoffnung Afrika Der afrikanische Kontinent gilt trotz aller Probleme als wachsender Exportmarkt mit Zukunft. Vor allem in Ländern südlich der Sahara.

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Erstellt:
2. Februar 2016, 08:30 Uhr
Aktualisiert:
2. Februar 2016, 08:30 Uhr
zuletzt aktualisiert: 2. Februar 2016, 08:30 Uhr

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