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Eurovision Song Contest

Deutschlands „S!sters“ starten als Außenseiter

Der Vertreter der Niederlande geht als Favorit ins ESC-Rennen.

14.05.2019

Von RALF ISERMANN

Die „S!sters“ beim Stadtbummel in Tel Aviv. Foto: Ilia Yefimovich/dpa

Tel Aviv. Der Countdown für den diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC) läuft: Am Dienstag findet das erste Halbfinale statt, am Donnerstag das zweite. Längst laufen die Proben auf Hochtouren, und nach der jüngsten Gewalteskalation im Gazastreifen und in Israel gewinnt die Vorfreude die Oberhand. Tel Aviv erwartet fröhliche Festtage – dass Deutschland mit seinem Duo „S!sters“ da eine große Rolle spielen kann, ist aber zweifelhaft.

Vor den Halbfinals haben die Wettbüros ihre Favoriten für die Nachfolge der israelischen Vorjahressiegerin Netta ausgemacht: Der Niederländer Duncan Laurence steht bei den Wetten ganz weit vorn. Die Buchmacher sehen seine Gewinnchance derzeit bei 22 Prozent. Allerdings bröckeln seine Werte seit Beginn der Proben etwas.

Im Feld dahinter ist gleichzeitig viel Bewegung. So schoss mit der heißen Phase der Proben die große ESC-Nation Schweden mal wieder in den engsten Favoritenkreis. John Lundvik steht mit seinem Pophit „Too late for Love“ mittlerweile auf Platz zwei in den Wettbüros, mit einer 15-Prozent-Siegchance. Auch Frankreichs Bilal Hassani ist als jetzt Dritter im Aufwind, während die vorher höher gehandelten Starter aus Russland, Aserbaidschan und Italien abrutschten.

Es könnte also im Finale spannend wie seit langem nicht mehr werden, so viel Bewegung ist im Feld. Ausgenommen davon ist allerdings bisher Deutschland, das im vergangenen Jahr mit Michael Schulte einen hervorragenden vierten Platz holte. Das deutsche Duo „S!sters§mit seinem Lied „Sister“ ist weder in den Wettbüros noch bei den im Internet verbreiteten Abstimmungen der Fans als Favorit im Gespräch. Das muss nicht zwingend etwas bedeuten, weil gerade die Buchmacher sich vor allem auf die Siegfavoriten konzentrieren. Allerdings scheinen die beiden deutschen Sängerinnen Carlotta Truman und Laurita Spinelli vollkommen unter dem Radar der beim ESC so wichtigen öffentlichen Aufmerksamkeit zu fliegen.

Große Bühne für Madonna

Die „S!sters“ verharren bei den Buchmachern auf einem abgeschlagenen 27. Platz der vor den Halbfinals derzeit noch 41 Teilnehmer. Die Verantwortlichen hoffen weiter auf eine Platzierung unter den ersten zehn. Ob Deutschland zur Tristesse der Jahre vor dem Erfolg Schultes zurückkehrt, bleibt aber abzuwarten. Abzuwarten bleibt auch, wie der Auftritt von Weltstar Madonna in Tel Aviv aufgenommen wird. Die US-Sängerin soll in der Finalshow zwei Lieder vortragen.

Da der ESC mit etwa 200 Millionen Zuschauern der am meisten beachtete Musikwettbewerb der Welt ist, ist das auch für Madonna eine große Bühne. Kritiker sehen darin allerdings nur einen PR-Gag. Weitere Misstöne gibt es, weil palästinensische Künstler aus Kritik an Israel zum Boykott des ESC aufrufen. Ralf Isermann

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Erstellt:
14. Mai 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
14. Mai 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 14. Mai 2019, 06:00 Uhr

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