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Deutschland konsumiert mehr Nahrungsergänzungsmittel als je zuvor

Aktuelle Zahlen machen Umsatzplus bei Nahrungsergänzungsmitteln deutlich.

24.06.2019

Bild: Pixabay

Einer Auswertung des Statistikdienstleisterts Iqvia zufolge ist der Umsatz an Nahrungsergänzungsmitteln in den vergangenen fünf Jahren stetig gestiegen. Statt einer bewussten Ernährung mit frischem Obst, Gemüse und Kräutern zu folgen, greifen die Deutschen vermehrt zu Nahrungsergänzungsmitteln, welche in Form von Tabletten, Pulvern oder Kapseln mögliche Ernährungsdefizite kompensieren sollen oder für die angestrebte Regeneration nach Sport und Training werben.

Aktuell werden in Deutschland jährlich 225 Millionen Dosen, Tüten und Packungen mit Nahrungsergänzungsmitteln verkauft. Etwa 30 Prozent aller Erwachsenen vertrauen auf die Versprechen der Hersteller und nehmen regelmäßig Vitamine und Mineralstoffe zu sich. Genaue Zahlen liefert eine im Auftrag des Arbeitskreises Nahrungsergänzungsmittel (BLL AK NEM) durchgeführte Marktanalyse.

Gegenüber dem Jahre 2017 ist der Umsatz um zwölf Millionen Packungen gestiegen. Damit hat die Nahrungsergänzungsmittel-Branche einen Umsatz von 1,44 Milliarden Euro gemacht. Der Umsatz an Nahrungsergänzungsmitteln ist Teil des Gesundheitsmarktes, welcher etwa 50 Milliarden Euro Gewinne einfährt. Dazu gezählt werden neben Nahrungsergänzungsmitteln auch verschreibungspflichtige Arzneimittel, diätetische Lebensmittel oder Medizinprodukte. Im Vergleich zu den mit 72 Prozent marktführenden Arzneimitteln, ist der durch Nahrungsergänzungsmittel erzielte Umsatz mit 2,4 Prozent eher gering.

Als Nahrungsergänzungsmittel werden Lebensmittel zusammengefasst, welche die Ernährung in Form von Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen oder sekundären Pflanzenstoffen ergänzen können. Am häufigsten greifen die Deutschen zu Vitaminen und Mineralstoffen. Die beliebtesten Vitaminpräparate sind:

● Vitamin C

● Vitamin B12

● Vitamin B-Komplex

● Vitamin A

● Vitamin D

● Multivitamin-Komplex

Bei den Mineralstoffen steht Magnesium an der Spitze, gefolgt von Calcium, Kalium und Zink. Vitamine und Mineralstoffe entsprechen der Hälfte des deutschlandweit erzielten Umsatzes an Nahrungsergänzungsmitteln. Weitere Nahrungsergänzungsmittel umfassen Herz- Kreislaufmittel, Präparate für Gelenke und Muskeln, Präparate für die Immunstabilisierung und probiotische Produkte für die Darmgesundheit.

Im Jahre 2018 gaben die Deutschen für Magnesiumpräparate etwa 202 Millionen Euro aus. Eisenpräparate wurden für 88,5 Millionen Euro konsumiert. Deutlich angestiegen ist mit 152 Millionen Euro der Umsatz an Probiotika, welche die Darmflora wieder ins Gleichgewicht bringen sollen. Aktuelle liegen folgende Nahrungsergänzungsmittel im Trend: Curcuma Kapseln, Spirulina Kapseln, Reishi-Kapseln und Hyaluronsäure-Kapseln. Bei der Frage, welche Nahrungsergänzungsmittel wirklich sinnvoll sind und zu einer ausgewogenen Ernährung beitragen können, fallen besonders folgende Präparate ins Auge.

Vitamin D

Vitamin D ist wichtig für einen stabilen Knochenbau und gesunde Zähne. Darüber hinaus reguliert das Vitamin den Zellstoffwechsel. Besonders in der lichtarmen Zeit kann es zu einem Mangel an Vitamin D kommen. Beschwerden wie Gelenkschmerzen oder Durchblutungsstörungen lässt sich mit Vitamin D Kapseln gezielt vorbeugen.

Omega-3-Fettsäuren

Durch Omega-3-Kapseln lassen sich essentielle Fettsäuren aufnehmen, welche wir über die tägliche Nahrung oftmals zu wenig zuführen. Die Fettsäuren kommen zwar in Forellen, Heilbutt, Lachs oder Hering vor und sind auch in verschiedenen Speiseölen enthalten, wer jedoch eher weniger Fisch zu sich nimmt oder vegan lebt, kann mit Omega-3-Kapseln dieses Defizit ausgleichen und Mangelerscheinungen vorbeugen.

Magnesium

Auch der Bedarf an Magnesium lässt sich nicht immer ausschließlich über die Ernährung decken. Ein Mangel an Magnesium wird durch Wadenkrämpfe oder Muskelkater deutlich. Magnesium entspannt nicht nur die Muskeln. Studien haben bestätigt, dass eine ausreichende Magnesiumversorgung einen Schutz vor Schlaganfällen oder Herzinfarkt darstellt.

Die meisten Nahrungsergänzungsmittel wandern in Deutschland in den Drogeriemärkten über den Ladentisch. Beinahe die Hälfte aller Präparate wird in Drogerien eingekauft. In Lebensmittelmärkten werden 32,5 Prozent an Nahrungsergänzungsmitteln verkauft. Jede fünfte Packung an Nahrungsergänzungsmitteln wurde im letzten Jahr per Telefon oder Internet bestellt. Der Apothekenversandhandel deckte dabei beinahe ein Viertel des Gesamtumsatzes ab.

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Erstellt:
24. Juni 2019, 14:23 Uhr
Aktualisiert:
24. Juni 2019, 14:23 Uhr
zuletzt aktualisiert: 24. Juni 2019, 14:23 Uhr

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