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Vorsorge

Deutschen fehlt Gesundheitswissen

Aktionsplan soll Menschen anleiten, Krankheiten besser vorzubeugen.

20.02.2018
  • HAJO ZENKER

Berlin. Eine „Alarmzahl“ ist es für Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU): 54 Prozent der Deutschen verfügen über unzureichende Gesundheitskompetenz. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage. Gröhe lobte deshalb den von Wissenschaftlern verfassten Aktionsplan als solide Grundlage. Der Plan umfasst 15 Empfehlungen. „Besonderen Handlungsbedarf gibt es bei Menschen mit geringerem Bildungsniveau, Älteren, chronisch Kranken und Menschen mit Migrationshintergrund“, so die Bielefelder Gesundheitswissenschaftlerin Doris Schaeffer.

Martin Litsch, Chef des AOK-Bundesverbandes, sagte, dass man Erklärvideos auf Youtube gestellt habe, um auch Analphabeten zu erreichen: „Von denen gibt es mehr, als man glaubt.“

Klaus Hurrelmann von der Hertie School of Governance plädiert dafür, mit der Gesundheitsbildung „so früh wie möglich im Lebenslauf zu beginnen“. Eine Empfehlung ist deshalb, Gesundheitskompetenz in den Lehrplänen zu verankern.

Auf bis zu 15 Milliarden Euro im Jahr beziffern die Experten die Mehrausgaben, die durch unzureichende Gesundheitskompetenz entstehen. Passend dazu kamen von der Weltgesundheitsorganisation Zahlen zur Rückkehr der Masern nach Europa: 2017 seien daran 35 Menschen gestorben. In Deutschland gab es 927 Ansteckungen. Ein Grund: die sinkende Impfquote.

Leitartikel Seite 2

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20.02.2018, 06:00 Uhr
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