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Deutsche Koproduktionen überzeugen
Liegt mit seinem Film „Frantz“ in Venedig gut im Rennen: François Ozon. Foto: dpa
Filmfest Venedig

Deutsche Koproduktionen überzeugen

In virtueller Realität bei der Geburt von Jesus dabei sein. Beim Filmfest Venedig ist das möglich. Deutsche Überraschungen gibt es auch.

05.09.2016
  • dpa

Venedig. Manchmal würde man gern die private Seite von Prominenten kennen. Zum Beispiel der Papst. Was er wohl zum Frühstück isst? Oder wie er so ist als Chef? Beim Filmfest Venedig gab es am Wochenende Antworten – auf der Leinwand. Denn der italienische Oscar-Preisträger Paolo Sorrentino („La GrandeBellezza“) stellte dort sein neues Werk vor: In „Der junge Papst“ gibt Jude Law den ersten US-amerikanischen Papst.

Der junge Papst“, als Fernsehserie angelegt, war dabei einer der zahlreichen prominent besetzten Beiträge des Wochenendes – von denen auffällig viele um religiöse Themen kreisten. So wie bei Mel Gibson, der sein neues Werk „Hacksaw Ridge“ ebenfalls außer Konkurrenz zeigte.

Im Wettbewerb überzeugten zwei deutsche Koproduktionen. In dem thrillerartigen Western „Brimstone“ kämpft die 22-jährige Dakota Fanning, bekannt aus den „Twilight“-Filmen, gegen einen übermächtigen Priester (gruselig verkörpert von Guy Pearce).

Stillere Töne schlägt Frankreichs Erfolgsregisseur François Ozon („8 Frauen“) an. Anhand einer Familiengeschichte erzählt er in „Frantz“ von den Gräueln eines Krieges und der komplizierten Annäherung einstiger Feinde: In schwarz-weißen Bildern formuliert Regisseur Ozon so einen zeitlosen Appell zur Versöhnung und macht vor allem die deutsche Schauspielerin Paula Beer einem internationalen Publikum bekannt. Die 21-Jährige war bislang eher in Nebenrollen zu sehen, überrascht hier nun mit ihrem nuancierten Spiel.

Und dann verursacht noch ein Film über Jesus Diskussionen. „Jesus VR – The Story of Christ“ soll nach Produzentenangaben der erste Spielfilm in Virtual Reality (virtueller Realität) sein. Dank der Technik haben die Zuschauer das Gefühl, dabei zu sein, als Jesus geboren wird, sein Abendmahl feiert und später gekreuzigt wird.

Die gezeigten Ausschnitte lassen einen extrem konventionell und zäh erzählten Film mit mittelmäßigen Schauspielern erahnen. Auch die Bilder wirken nicht so scharf, wie man es gewohnt ist. Ob so tatsächlich die Zukunft des Kinos aussieht? Das bezweifelten viele Zuschauer in Venedig. Den Blick hinter die Kulissen dieser Geschichte hätte man sich in diesem Fall gern gespart.

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05.09.2016, 06:00 Uhr
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Ein herausragender Film, zu Recht wird er als ein "deutscher Kaurismäki" bezeichnet. Als "Liebesfilm" würde ich ihn allerdings in keinster Weise bezeichnen, diese Szenen sind nur ein kleiner Teil. In erster Linie wird ohne viele Worte die aussichtslose Lage der prekär beschäftigen Menschen gezeigt, die beispielsweise trotz Verbots weggeworfene Lebensmittel direkt am Container im wahresten Sinne des Wortes "verschlingen". Sie versuchen, sich ihre Würde und auch ihren Humor zu bewahren. Interessant ist es, die Kurzgeschichte von Clemens Meyer zu lesen, sie umfasst nur 25 Seiten. Die Umsetzung im Film ist hervorragend gelungen, einige wenige Szenen wurden verändert bzw. hinzugefügt.
Elli Emann über In den Gängen
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