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München

Deutsche Bank: Prozessende am Aschermittwoch?

02.12.2015
  • DPA

München. Am Aschermittwoch ist alles vorbei: Das alte Karnevalslied könnte sich nach monatelanger Prozessdauer auch für die Top-Banker Jürgen Fitschen, Rolf Breuer und Josef Ackermann bewahrheiten. Im Verfahren um versuchten Prozessbetrug im Fall Kirch legte der Vorsitzende Richter Peter Noll nach mehreren Terminen im Januar einen Verhandlungstag für Aschermittwoch, den 10. Februar 2016, fest. "Vielleicht bewahrheitet sich ja der alte Slogan", sagte Noll vor dem Landgericht München. Rein vorsichtshalber müssen sich die Angeklagten aber auch noch den 17. Februar freihalten. "Ich denke, das müsste dann reichen", sagte der Richter. Seinen Plan, das Verfahren vor Weihnachten zu beenden, hatte er am Vortag aufgegeben

Der Co-Chef der Deutschen Bank, Fitschen, sowie seine beiden Vorgänger Ackermann und Breuer stehen vor Gericht, weil sie in einem anderen Prozess vor vier Jahren versucht haben sollen, Richter zu betrügen. Damit wollten sie aus Sicht der Staatsanwaltschaft verhindern, dass die Deutsche Bank Schadenersatz an den inzwischen verstorbenen Medienmogul Leo Kirch zahlen muss. Alle fünf hatten diesen Vorwurf zurückgewiesen. Kirch hatte die Deutsche Bank wegen einer Interview-Äußerung des damaligen Chefs Breuer für die Pleite seines Konzerns 2002 verantwortlich gemacht und Schadenersatz in Milliardenhöhe gefordert.

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02.12.2015, 08:30 Uhr
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