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Fall Kirch

Deutsche Bank: Prozess dauert noch länger

Im Strafverfahren gegen Top-Banker der Deutschen Bank wegen versuchten Prozessbetrugs im Fall Kirch ist kein Ende in Sicht. Der Vorsitzende Richter Peter Noll stellte gestern vor dem Landgericht München klar, dass er das Verfahren gegen Co-Chef Jürgen Fitschen und vier andere noch nicht vor dem Abschluss sieht.

21.10.2015
  • DPA

München "Wir sind noch im vollen Lauf." Auf Antrag der Staatsanwaltschaft will er in den kommenden Monaten auch Verlegerin Friede Springer und Springer-Chef Mathias Döpfner als Zeugen laden.

Kirch hatte der Deutschen Bank sein Leben lang vorgeworfen, ihn 2002 absichtlich in die Pleite gedrängt zu haben, um an der Zerschlagung seines Unternehmens Geld zu verdienen. Der Medienunternehmer war früher am Axel-Springer-Verlag beteiligt und hatte diesen Anteil für einen dreistelligen Millionenkredit bei der Deutschen Bank verpfändet.

Die Staatsanwaltschaft wehrte sich gegen den Vorwurf der Prozessverschleppung, den unter anderem Fitschens Anwälte geäußert hatten. Es gehe darum, den Sachverhalt gründlich aufzuklären, sagte Staatsanwalt Stephan Necknig und nannte den Vorwurf "befremdlich".

Fitschen, seine Vorgänger Josef Ackermann und Rolf Breuer sowie zwei weitere Banker stehen seit April vor Gericht, weil sie in einem früheren Verfahren vor dem Oberlandesgericht München nicht die Wahrheit gesagt haben sollen.

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21.10.2015, 12:00 Uhr
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