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John Cryans Mission

Deutsche-Bank-Chef stellt Neuausrichtung am Donnerstag persönlich vor

John Cryan hat in den vier Monaten seiner Amtszeit die Deutsche Bank in hohem Tempo umgebaut. Doch die Öffentlichkeit mied der Brite bisher konsequent. Am Donnerstag kommt es zur Premiere.

27.10.2015
  • ROLF OBERTREIS ERIK NEBEL, DPA

Frankfurt Sein Ziel hat John Cryan bislang so formuliert: Er will eine "bessere Deutsche Bank" schaffen. Was das konkret heißt, will der neue Co-Chef des größten deutschen Geldhauses am Donnerstag erläutern. Die Erwartungen sind groß. Der Brite muss ein überzeugendes Konzept vorlegen. Zunächst wird es wohl vor allem darum gehen, die Kosten radikal zu senken. Aber Schrumpfen allein reicht nicht. Anleger wollen auch wissen, wo Cryan Wachstumschancen sieht.

Bislang ließ der 54-Jährige keinen Zweifel daran, dass er es ernst meint mit dem Neuanfang. Bereits Anfang des Monats räumte er in der Bilanz des Instituts auf und kündigte gigantische Abschreibungen an. Nur wenige Tage später war das Top-Management an der Reihe. Zahlreiche altgediente Führungskräfte müssen gehen. Zudem wird das Investmentbanking aufgeteilt.

Nun folgt der dritte Schritt. Doch während Cryan intern offenbar keinen Stein auf dem anderen lässt, hält er sich seit seinem Amtsantritt im Juli in der Öffentlichkeit fast komplett zurück. Drei auch im Internet veröffentlichte Botschaften an die Mitarbeiter und eine Telefonkonferenz mit Analysten - das war es bislang. Wer ist dieser Mann eigentlich und wo ist er, fragt sich inzwischen viele Branchen-Beobachter und auch Mitarbeiter. Jetzt tritt er am Donnerstag erstmals persönlich vor die Presse.

Cryan wird dabei die vermutlich härtesten Einschnitte in der jüngeren Geschichte der Deutschen Bank vorstellen. Wenn er wirklich ernst machen wolle, so hieß es zuletzt, müsse er - zusätzlich zur Postbank-Abspaltung - 10 000 Stellen streichen. Ende Juni hatte die Bank rund 98 600 Beschäftigte, davon knapp 15 000 bei der Postbank.

Deren Verkauf hatte die Bank noch unter der alten Führungsspitze mit Anshu Jain im April angekündigt. Zudem hieß es damals, dass 200 der gut 700 klassischen Deutsche-Bank-Filialen geschlossen werden sollten. 3,5 Mrd. EUR wollte man so in den kommenden Jahren einsparen. Zwei Monate später musste Jain gehen. Nun ist Cryan an der Reihe.

Auch der Rückzug aus vielen Auslandsmärkten steht auf seiner Agenda. Bekannt ist bereits, dass die Bank etwa ihre Beteiligung an der chinesischen Privatkundenbank Hua Xia zur Disposition stellt. Auch der Standort Moskau wird verkleinert. Er ist ins Visier von internationalen Aufsehern geraten.

Einige Beobachter fürchten bereits, dass das Institut eine weitere Kapitalerhöhung braucht. Das will die neue Führung bislang vermeiden. Dafür hat sie die Aktionäre aber darauf eingestimmt, dass die Dividende ausfallen könnte. Auch das wäre ein Novum in der jüngeren Geschichte der Deutschen Bank.

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27.10.2015, 12:00 Uhr
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